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SZ-Podcast "Auf den Punkt":Urteil in den USA: Droht Bayer die Zerschlagung?

Bayer hat in den USA einen wichtigen Prozess verloren und muss 80 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Es drohen noch viele solcher Klagen - und damit große Gefahren.

Edwin Hardeman ist überwältigt von dem Urteil der Jury des Bezirksgericht San Francisco. Er bekommt 80 Millionen Schadenersatz. Hardeman hat 26 Jahre lang mit dem Unkrautvernichter Roundup von der Bayer-Tochter Monsanto gearbeitet. Roundup trägt den Wirkstoff Glyphosat in sich. Hardeman ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und hat deswegen Monsanto verklagt.

Bayer widerspricht und hat schon Berufung eingelegt. Das Urteil ist deswegen so gefährlich für den Konzern, weil es eine Art Musterfall für ein Massenverfahren darstellt. Hunderte Landwirte, Gärtner und Verbraucher wollen ihre Klagen jetzt bündeln. Wegen dieser Risiken befürchten einige Mitarbeiter von Bayer eine Zerschlagung, sagt der SZ-Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf Benedikt Müller. Maßgeblich wird dafür die Hauptversammlung Ende April sein.

Weitere Themen: May will dritte Abstimmung, EU will Frontex ausbauen, Malta übernimmt Kontrolle über Handelsschiff.

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