Montagsinterview mit BDI-Chef Kempf "Die Bundesregierung muss in die Gänge kommen"

In Deutschland muss sich einiges ändern, findet Dieter Kempf. Etwa bei den Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf: "Wer gut ist, muss auch in Teilzeit Führungskraft werden können."

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Ob künstliche Intelligenz, Solidaritätszuschlag oder Netzausbau: Die Wirtschaft ist unzufrieden mit der Regierung, sagt Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie.

Interview von Cerstin Gammelin und Henrike Roßbach

An diesem Montag lädt die Industrie zur Party in den Postbahnhof nach Kreuzberg. Die Location ist gefragt; ob das auch für erwartete Politprominenz gilt, ist unklar. Angela Merkel, Peter Altmaier, Andrea Nahles, Christian Lindner und Annalena Baerbock wollen kommen. Horst Seehofer nicht. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) wird viele Bühnen bespielen, so wie die Unternehmen vor einigen Herausforderungen stehen, wie BDI-Chef Dieter Kempf sagt.

SZ: Herr Kempf, bekommen Sie schon Beileidsbriefe?

Dieter Kempf: Nein, wieso sollte ich?

Weil die ...

Ihm reicht's

"Dieses Hamsterrad wollte ich nicht", sagt Oliver Noelting mit Blick auf eine 40-Stunden-Woche am Schreibtisch. Er ist Anhänger des "Financial Independence, Retire Early"-Lebensmodells: Möglichst viel in kurzer Zeit sparen - und dann für Jahrzehnte einen sparsamen Ruhestand genießen. Von Christoph Gurk mehr...