Luftverkehr:Lufthansa streicht fast alle Flüge in Frankfurt und München

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Luftverkehr: Auch am Münchner Flughafen bleiben am Mittwoch die meisten Lufthansa-Maschinen am Boden.

Auch am Münchner Flughafen bleiben am Mittwoch die meisten Lufthansa-Maschinen am Boden.

(Foto: imago images/Action Pictures)

Wegen des 26 Stunden dauernden Warnstreiks am Mittwoch lässt der Konzern an seinen beiden Drehkreuzen nahezu alle Maschinen am Boden. Betroffen sind mehr als 1000 Verbindungen.

Die Lufthansa streicht wegen des angekündigten Warnstreiks am Mittwoch nahezu das komplette Flugprogramm an ihren deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Am Flughafen Frankfurt fallen demnach insgesamt 678 Flüge aus, davon 32 bereits am Dienstag. Am Münchner Flughafen seien es an beiden Tagen insgesamt 345 Flüge. Davon betroffen seien insgesamt mehr als 130 000 Passagiere. Einzelne Flugausfälle und Verspätungen seien auch am Donnerstag und Freitag noch möglich.

Neben den Drehkreuzen Frankfurt und München sind auch die Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Bremen, Hannover, Stuttgart und Köln betroffen. Passagiere ohne Umbuchungen sollten nicht zu den Flughäfen kommen, weil dort "nur wenige oder gar keine" Serviceschalter geöffnet sein werden, warnt das Unternehmen. Und Umsteiger sollten ohne Anschlussflug nicht nach München oder Frankfurt fliegen. Es bestehe die Gefahr, dass sie dort für mehrere Stunden oder gar Tage nicht weiterreisen könnten.

Der ganztägige Warnstreik soll am Mittwochmorgen um 3.45 Uhr beginnen und bis Donnerstag sechs Uhr dauern, wie Verdi mitgeteilt hat. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft die etwa 20 000 Bodenbeschäftigten der Fluglinie; das sind diverse Beschäftigtengruppen wie das Schalterpersonal, Flugzeugtechniker oder die Fahrer der Schlepper, die die Jets am Flughafen auf die richtigen Positionen schieben. Ohne sie können Flugzeuge ebenso wenig abheben wie ohne Piloten oder Kabinenpersonal.

Verdi begründet den Warnstreik mit einem unzureichenden Angebot des Konzerns. Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann widerspricht: "Die frühe Eskalation nach nur zwei Verhandlungstagen in einer bislang konstruktiv verlaufenden Tarifrunde richtet enorme Schäden an." Personalengpässe und eine starke Urlaubsnachfrage haben in den vergangenen Tagen und Wochen schon ohne Streiks zu erheblichen Abfertigungsproblemen und chaotischen Zuständen an deutschen Flughäfen geführt. Verdi macht dafür vor allem Missmanagement bei Flughäfen und Airlines verantwortlich.

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