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Automobilindustrie:Kalifornien verbietet von 2035 an Verkauf von Benzinern und Dieseln

Autoverkehr in Los Angeles

Metropolen wie Los Angeles leiden unter schlechter Luftqualität.

(Foto: Mike Blake/Reuters)

Der größte Automarkt in den USA gibt sich strenge Regeln: In Zukunft dürfen in Kalifornien nur noch Neuwagen verkauft werden, die keine Abgase ausstoßen.

Im US-Bundesstaat Kalifornien sollen vom Jahr 2035 an keine Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor mehr verkauft werden dürfen. Das gelte für Pkws und für Lastwagen, sagte Gouverneur Gavin Newsom. Von 2035 an dürften nur noch Neuwagen in den Verkauf kommen, die keine Abgase ausstoßen. Gebrauchte Benziner oder Diesel-Fahrzeuge dürften aber weiterhin fahren und auch weiterverkauft werden.

Kalifornien ist der größte Automarkt in den USA mit elf Prozent aller landesweit verkauften Fahrzeuge. "Das ist der wirkungsvollste Schritt, den unser Bundesstaat im Kampf gegen den Klimawandel gehen kann", sagte der demokratische Gouverneur Newsom. "Wir haben über zu viele Jahrzehnte hinweg erlaubt, dass Autos die Luft verschmutzen, die unsere Kinder und Familienmitglieder einatmen." Autos sollten nicht dazu beitragen, dass Kinder Asthma bekämen, betonte Newsom. Sie sollten auch keine Gletscher zum Schmelzen bringen oder zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen.

Gouverneur Newsom machte deutlich, dass die Anordnung auch für Lastwagen gelte. Der Transportsektor sei derzeit für mehr als 50 Prozent des Treibhausgasausstoßes in Kalifornien verantwortlich. Benziner und Dieselwagen sollen durch die Regel nach und nach verschwinden.

Kalifornien leidet durch die hohe Smog-Belastung in Metropolen wie Los Angeles und aufgrund Waldbränden stark unter schlechter Luftqualität und gilt als Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Wegen der Regulierung von Autoabgasen liefert sich der Bundesstaat seit Jahren einen Machtkampf mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die eine eigentlich bereits beschlossene Verschärfung der Emissionsstandards auf Bundesebene zurückgedreht hat.

© SZ/dpa Reuters
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