Bayer Sehr verdächtig 

Schon vor der Fusion von Bayer und Monsanto gab es heftige Kritik der Glyphosat-Gegner.

(Foto: Francois Mori/AP)

Hat der Unkrautvernichter Glyphosat Krebs verursacht? Eine US-Richterin hält die Bayer-Tochter Monsanto zwar für verantwortlich. Sie verringert die Strafe, die Aktie bricht dennoch ein.

Von Elisabeth Dostert, Claus Hulverscheidt und Jan Willmroth, München/New York

Für manchen Top-Manager in Leverkusen hatte es wohl schon so ausgesehen, als sei das alles nur noch Formsache. Als habe man die Richterin im fernen San Francisco schon überzeugt, dass der Unkrautvernichter Glyphosat mitnichten krebserregend sei und der Bayer-Konzern dem todkranken kalifornischen Schulgärtner Dewayne Johnson deshalb auch keinen Schadenersatz zahlen müsse. Doch dann kam alles ganz anders.

In der Nacht zu Dienstag entschied Richterin Suzanne Ramos Bolanos, dass die Entschädigung, die eine Jury Johnson zuerkannt hatte, zwar aus formalen Gründen ...