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Forstwirtschaft - Erfurt:24 Waldbrände: Landesforstanstalt zieht Halbjahresbilanz

Erfurt (dpa/th) - Feuer haben in diesem Jahr in Thüringen nach Angaben der Landesforstanstalt bereits auf rund 20 Hektar Wald gewütet. Seit der Wiedervereinigung habe es in Wäldern im Freistaat insgesamt noch nie auf so großer Fläche gebrannt, lautete die Einschätzung von ThüringenForst am Mittwoch. Die Waldbrandstatistik für Thüringen wird seit 1993 erhoben.

Für das erste Halbjahr 2019 zählte die Landesforstanstalt 24 Waldbrände. Dazu gehören demnach auch die zwei Großbrände an der Bleiloch-Talsperre und in Plaue, die mit zusammen rund 16 Hektar einen Großteil der genannten Fläche ausmachten. Die Löscharbeiten hatten sich damals als schwierig erwiesen. Im Jahr zuvor habe es im gleichen Zeitraum zwar 37 Mal gebrannt, hieß es. Die betroffene Fläche sei damals aber nicht einmal halb so groß gewesen wie jetzt.

Vor allem der April hat die Bilanz mit 15 Bränden demnach befeuert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vom 17. bis 24. April durchgehend eine hohe und mittlere Waldbrandgefahr ermittelt, wie es hieß. Die Landesforstanstalt schätzt, dass sich mit dem Klimawandel die Waldbrandgefahr in Thüringen erhöhen werde. Vor allem die Ostthüringer Wälder mit vielen Kiefern und relativ trockenen Böden gelten demnach als besonders gefährdet.

Mit etwa 550 000 Hektar ist Thüringen zu rund einem Drittel mit Wald bedeckt. Es steht laut ThüringenForst deutschlandweit an siebter Stelle der waldreichsten Bundesländer.