bedeckt München 25°

Fleischindustrie:Guten Appetit

bei Schweinemäster Jürgen Dierauff aus Herbolzheim, Fotos von Jan Schmidbauer

In Jürgen Dierauffs Ställen stehen bis zu 2600 Schweine. Natürlich merkt er, wenn bei Tönnies die Fabrik schließt - er bekommt dann weniger Geld.

(Foto: Jan Schmidbauer)

Für die Mäster hätte es ein gutes Jahr werden können, aber dann kam Corona und die Sache mit Tönnies. Wieso muss ausgerechnet Deutschland ein Billigfleischland sein? Besuch in Herbolzheim, Mittelfranken: 1150 Menschen, 20000 Schweine.

Von Silvia Liebrich, Jan Schmidbauer und Josef Wirnshofer

Zur Mittagszeit sitzt der Schweinemäster Jürgen Dierauff in dem kleinen Wirtshaus seines kleinen Dorfes, klappt sein Tablet auf und ahnt schon, dass die Sache kein gutes Ende nehmen wird. Er wischt über den Bildschirm. 36 Sekunden noch, die Anzeige zählt runter. 22 Sekunden, vielleicht kommt es doch anders. 13 Sekunden, mal sehen. Dann beginnt die Schweinebörse der ISN, der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
rays of light 01, sw
Klimaforschung
Dem Himmel so nah
Corona Simulation Teaser Storytelling grau
Coronavirus
Der lange Weg durch die Pandemie
Bürogebäude von ThyssenKrupp in Essen
Karriere
"Im Arbeitsleben sind wir keine Familie"
Junge 11 Monate wird beim Essen gefüttert feeding a baby BLWX100034 Copyright xblickwinkel McPh
Ernährung
Die ersten 1000 Tage entscheiden
frau
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Zur SZ-Startseite