Energie - Rostock:Verbraucherzentrale MV: Nur im Notfall mit Strom heizen

Energie - Rostock: Eine Frau dreht an einem Heizungsthermostat. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild
Eine Frau dreht an einem Heizungsthermostat. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Rostock (dpa/mv) - Angesichts des gestiegenen Interesses an Elektroheizungen hat die Verbraucherzentrale auf die Nachteile von Heizlüftern, Radiatoren und Infrarotheizgeräten hingewiesen. So steige die jährliche Stromrechnung eines typischen Haushalts auf das Fünf- bis Zehnfache, wenn die Wärme komplett aus der Steckdose bedient würde, teilte die Verbraucherzentrale am Freitag mit. Die flächendeckende Nutzung zur Wärmeversorgung könne außerdem das Stromnetz an die Belastungsgrenze bringen.

Lediglich wenn kein Gas mehr verfügbar sei, könne Strom eine sehr teure Alternative bieten. Dann sollten entsprechende Heizungen nur punktuell dort eingesetzt werden, wo man sich aufhalte und die Heizquellen gezielt auf die Menschen gerichtet werden.

Auch aus ökologischer Sicht hätten elekrtische Direktheizungen Nachteile. Gasheizungen verursachten aktuell weniger Treibhausgase. Steige der Strombedarf durch den Gasmangel stark an, sinke der Anteil des regenerativen Stroms wieder, da der Mehrbedarf kurzfristig mit mehr Kohlestrom aufgefangen werde.

Wärmepumpen seien im Gegensatz zu elektrischen Direktheizungen als ökonomisch und ökologisch empfehlenswert. Sie erzeugten die gleiche Menge an Wärme aus einem Viertel des Stroms, seien allerdings mit erheblichen Investitionen verbunden.

© dpa-infocom, dpa:220916-99-784465/3

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