Deutsche auf Ranglisten – Heimliche Champions

Simon wäre kein Unternehmensberater, wenn unter allen Rekordlern seine Schützlinge nicht ganz vorne lägen. 1307 von weltweit 2734 Hidden Champions stammen aus Deutschland. Und das, obwohl Deutschland so ein Winzling ist, je nach Maß. Nur 1,2 Prozent der Weltbevölkerung leben in Deutschland, aber fast die Hälfte der Weltmarktführer. Würth oder Trumpf, Stihl oder Miele (Foto: Der erste elektrische Geschirrspüler Europas) mögen dem ein oder anderen noch einfallen.

Aber was ist mit Firmen wie JAB Anstoetz, weltweit führender Verlag für Heimtextilien. Oder Rational? Kein ander verkauft so viel Gartechnologie an Großküchen wie das börsennotierte Familienunternehmen aus Landsberg am Lech. Wer kennt RUD aus Aalen? Auch ein Familienunternehmen, wie viele dieser Heimlichtuer. Alle in der Geschäftsführung heißen mit Nachnamen Rieger, so wie einer der beiden Gründer. Die Gruppe stellt Ketten her. Klingt nach einem banalen Produkt, ist aber, so wie es diese Familie macht, Hightech. Die Ketten stecken in Panzern und schwerem Baugerät, Schneeketten macht die Firma auch.

Sorgen müssen sich die deutschen Weltmeister keine machen. "Unsere Position ist nicht in Gefahr", glaubt Simon. Eine kleine Einschränkung macht er dann doch. Die Frage sei, wie die Chinesen ins Spiel kommen. Die finden jedenfalls Gefallen an den deutschen Weltmarktführern, ein paar der Champs haben sie schon gekauft, den Autozulieferer Kiekert zum Beispiel, und den Baumaschinenspezialisten Putzmeister.

Bild: pa/obs/obs7Miele & Cie. KG 28. Dezember 2012, 13:352012-12-28 13:35:38 © SZ vom 28.12.2012/bero