Corona und Wirtschaft:Warum der Lockdown sinnvoll war

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Leere Plätze: Biergarten am Seehaus

Beklemmende Leere: Die Gastronomie war im Frühjahr besonders betroffen. Aber was wäre die Alternative zum Schließen gewesen?

(Foto: Florian Peljak)

Immer wieder wird behauptet, mit den strengen Maßnahmen zu Beginn der Pandemie habe man die Wirtschaft stranguliert. Warum dem nicht so ist - und wie diese Erkenntnis helfen kann, aus der Wirtschaftskrise zu kommen.

Essay von Marc Beise

Nobelpreisträger Paul Krugman wurde nach dem Ausbruch des Coronavirus mehrfach gefragt, was denn wichtiger sei: die Pandemie zu bekämpfen oder die Wirtschaft am Laufen zu halten. Der US-Ökonom antwortete damals: Die Frage stelle sich so nicht, beides hänge voneinander ab und die Wirtschaft werde sich nicht wieder erholen, bevor das Virus unter Kontrolle sei: "You can't recover until you beat the virus." Die Interviewer waren regelmäßig verwirrt und insistierten, erinnert sich Krugman heute, sie bestanden darauf, dass es hier einen Zielkonflikt (englisch: trade off) gäbe, bei dem es sich zwischen zwei Alternativen zu entscheiden gelte.

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