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Bankenkontrolleure nach der Finanzkrise:"Wir waren arme Schweine damals"

File photograph shows a worker carrying a box out of the U.S. investment bank Lehman Brothers in London

Aufräumen nach der Lehman-Pleite auch in der Londoner Filiale: Die Pleite der amerikanischen Investmentbank hat vor zehn Jahren die weltweite Schulden- und Finanzkrise ausgelöst.

(Foto: Andrew Winning/Reuters)

Europas Banken werden heute streng überwacht. Das war nicht immer so. In der Finanzkrise waren die Aufseher vor allem eins: überfordert und ahnungslos.

Von Meike Schreiber und Markus Zydra, Frankfurt

Danièle Nouy hört die Frage und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Ob denn die Bankaufseher heute anders mit der Pleite einer Großbank wie Lehman umgehen könnten? Schon ihr Gesichtsausdruck gibt die Antwort: Alles, einfach alles, sei heute anders. Die Chefin der EZB-Bankenaufsicht sitzt im obersten Stockwerk des alten EZB-Turms in der Frankfurter Innenstadt, aus gut 150 Metern Höhe fällt der Blick auf die Bankentürme der Stadt. "Die Regulierung hat enorme Veränderungen bewirkt", sagt Nouy, 68. Heute könnten die Behörden Banken viel leichter auffordern, mehr Kapital vorzuhalten oder ihr Risikomanagement zu verbessern.

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