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Auto:Meiste VW-Werke in China laufen wieder

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Ein großes VW-Logo steht auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen-Werk. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Peking/Hannover (dpa/lni) - Nach einem Produktionsstopp in China wegen des neuen Coronavirus hat Volkswagen die meisten Werke wieder in Betrieb genommen. Bei wichtigen Wirtschaftsterminen der kommenden Wochen bleibt die Unsicherheit wegen der Ausbreitung des Erregers aber hoch. Die Veranstalter der weltgrößten Industrieschau Hannover Messe beobachten die Lage intensiv, hieß es aus der Deutschen Messe AG.

Volkswagen teilte am Montag mit, dass mittlerweile in allen Werken des Gemeinschaftsunternehmens mit dem chinesischen Staatsbetrieb First Automotive Works (FAW) wieder produziert wird. Auch die meisten Fabriken mit SAIC aus Shanghai sowie sämtliche Zulieferer von Komponenten hätten die Produktion wieder aufgenommen.

Ursprünglich hatte der Konzern geplant, die gemeinsamen Standorte mit SAIC schon ab dem 17. Februar wieder in Betrieb zu nehmen. Weil es infolge der Coronavirus-Epidemie aber Probleme mit Lieferketten, der Logistik sowie begrenzter Reisefreiheit der Mitarbeiter gab, verschob Volkswagen den Produktionsstart um eine Woche. Mit dem Partner FAW im Norden des Landes hatte VW bereits vergangene Woche wieder begonnen.

Noch unklar ist, ob sich die Folgen einer weiteren Corona-Ausbreitung womöglich auch auf die Hannover Messe auswirken könnten. Die Deutsche Messe AG geht nach wie vor davon aus, dass das Branchentreffen in rund zwei Monaten wie geplant stattfinden kann. Vom 20. bis zum 24. April sollen laut letztem Stand mehr als 6000 Aussteller aus 70 Ländern in die niedersächsische Landeshauptstadt kommen. "Wir sind weiterhin in Verbindung mit den Gesundheitsbehörden und schauen uns die Entwicklung tagtäglich an", sagte ein Sprecher. Die Messe will hohe Hygienestandards sichern und erarbeitet ein Gesundheitskonzept.

Absagen von Teilnehmern soll es bisher nicht geben. Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass die Zahl der Besucher aus China in diesem Jahr allein wegen der Reisebeschränkungen allerdings wohl "deutlich unter" den 8000 bis 10 000 Gästen liegen dürfte, die zuletzt aus der Volksrepublik zu der Messe kamen.

Bei Volkswagen will man als Reaktion auf die eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Land nun verstärkt über das Internet mit den Kunden in Kontakt treten. Nach Konzernangaben wurden die chinesischen Händler dazu in den Bereichen Livestream und Video geschult.

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