Hilfsprogramm:IWF gibt 4,7 Milliarden Dollar für Argentinien frei

Hilfsprogramm: Die Regierung des neuen Präsidenten Javier Milei übernimmt laut IWF-Exekutivdirektorin Kristalina Georgiewa "mutige Schritte, um die makroökonomische Stabilität wiederherzustellen".

Die Regierung des neuen Präsidenten Javier Milei übernimmt laut IWF-Exekutivdirektorin Kristalina Georgiewa "mutige Schritte, um die makroökonomische Stabilität wiederherzustellen".

(Foto: Markus Schreiber/AP)

Die Hilfe wird genehmigt, obwohl wichtige Ziele des Programms nicht erreicht worden sind. Damit steigen die Auszahlungen an das südamerikanische Land auf insgesamt 40,6 Milliarden Dollar.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) billigt die jüngste Überprüfung des 44 Milliarden Dollar schweren Hilfsprogramms für Argentinien und gibt damit Gelder in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar frei.

Obwohl wichtige Ziele des Programms nicht erreicht worden seien, habe der Fonds "aufgrund schwerer politischer Rückschläge" entschieden, die Auszahlung ausnahmsweise zu genehmigen, erklärte der Exekutivrat der Finanzorganisation mit Sitz in Washington am Mittwoch. Argentinien soll demnach eine Fristverlängerung bis Ende des Jahres erhalten haben, um die festgelegten Ziele zu erreichen. Weitere Details zu den Änderungen nannte der IWF zunächst nicht.

Für die Auszahlung einzelner Tranchen muss das von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelte südamerikanische Land nachweisen, dass es die vom IWF geforderten Reformauflagen erfüllt. Die neue argentinische Regierung und der IWF hatten sich vor rund zwei Wochen auf die siebte Überprüfung des Programms geeinigt, die sich durch den Regierungswechsel nach dem Amtsantritt von Präsident Javier Milei am 10. Dezember verzögert hatte.

"Die neue Regierung unternimmt mutige Schritte, um die makroökonomische Stabilität wiederherzustellen und langjährige Wachstumshindernisse zu beseitigen", sagte IWF-Exekutivdirektorin Kristalina Georgiewa. Die inkonsequente Politik der Vorgängerregierung "habe ein schwieriges Erbe" hinterlassen.

Mit der Bewilligung der jüngsten Mittel am Mittwoch steigen die Auszahlungen im Rahmen des 44-Milliarden-Dollar-Programms auf 40,6 Milliarden Dollar, teilte der Fonds mit. Argentinien ist damit der größte Schuldner des IWF.

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