:Tatverdächtiger nach Brandanschlag von Tröglitz gefasst
Vor sechs Monaten brannte ein bezugsfertiges Flüchtlingsheim in Sachsen-Anhalt. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.
Asylbewerber
:"Der Begriff 'Asylant' ist ganz klar verbrannt"
Vertriebene, Wirtschaftsflüchtlinge oder einfach unsere Gäste? In der Debatte um Flüchtlinge gibt es keine neutralen Begriffe, sagt Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
Ex-Bürgermeister von Tröglitz
:"Rechte bestimmen moralische und politische Grenzen"
Der zurückgetretene Bürgermeister von Tröglitz zeigt sich besorgt über die Asyldebatte in seinem Ort. Im SZ-Interview sagt er, rechte Hetzer würden "aus Feigheit oder innerer Übereinstimmung in Ruhe gelassen".
Ihre Post
:Ihre Post zum Brandanschlag in Tröglitz
In Sachsen-Anhalt wurde ein Haus in Brand gesteckt, das Flüchtlinge aufnehmen sollte. Aber nicht nur dort, meinen SZ-Leser, ist Fremdenfeindlichkeit an der Tagesordnung - und die Politik hält sich raus.
Ihre Post
:Ihre Post zum Brandanschlag in Tröglitz
In Sachsen-Anhalt wurde ein Haus in Brand gesteckt, das Flüchtlinge aufnehmen sollte. Aber nicht nur dort, meinen Leser, ist Fremdenfeindlichkeit an der Tagesordnung - und die Politik hält sich raus.
Gedenken an Opfer des KZ Buchenwald
:Befreiung ist nie zu Ende
Vor siebzig Jahren wurden die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald befreit. Doch der alte Rassismus ist immer wieder jung.
Aydan Özoğuz
:"Die Hassmails gehen nahezu täglich ein"
Die Integrationsbeauftrage der Bundesregierung Aydan Özoğuz bekommt regelmäßig fremdenfeindliche Nachrichten. Auch der Brandanschlag von Tröglitz sei kein Einzelfall, sagt die SPD-Politikerin in einem Interview.
03:33
Fremdenfeindlichkeit
:"Vorurteile gepflegt, gestreichelt und gefördert"
Der Anschlag in Tröglitz und eine Studie zu Fremdenfeindlichkeit zeichnen ein düsteres Bild. Die Gesellschaft kümmert sich zwar mehr denn je um Flüchtlinge. Doch vor allem die CSU pflegt Vorurteile.
CDU-Landrat Götz Ulrich
:Kopf ab, Fallbeil, weißte Bescheid
Götz Ulrich war ein biederer Kommunalbeamter. Nun ist der für Tröglitz zuständige CDU-Landrat ein Symbol: dafür, dass bei einigen Menschen die Leitungen durchschmoren, wenn es um Flüchtlinge geht.
Brandanschlag in Sachsen-Anhalt
:Wie sicher ist Tröglitz für Flüchtlinge?
Die Politik hält nach dem Brandanschlag in Tröglitz an ihrem Plan fest: Zunächst sollen zehn, langfristig 40 Flüchtlinge in dem kleinen Ort untergebracht werden. Doch wird man sie vor Angriffen schützen können?
Reaktionen auf Tröglitz-Anschlag
:"Wir weichen keinen Schritt zurück"
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff macht sich dafür stark, dass Tröglitz weiterhin Flüchtlinge aufnimmt - etwa in Privatwohnungen. Bundesweit fordern Politiker mehr Engagement gegen rechts.
Fremdenfeindlichkeit
:Was Tröglitz von Rostock-Lichtenhagen unterscheidet
Die jüngsten Anschläge auf Flüchtlingsheime erinnern an die frühen 90er-Jahre. Doch das Land hat sich seitdem stark verändert - zum Guten. Immer mehr Menschen stellen sich den Neonazis entgegen.
Fremdenfeindlichkeit
:Zuständiger Landrat für Tröglitz erhält Polizeischutz
Nach Morddrohungen steht der Landrat des Burgenlandkreises jetzt unter Personenschutz. Trotz Protesten Rechtsextremer will er an der Unterbringung von 40 Flüchtlingen in Tröglitz festhalten.
Brandanschlag von Tröglitz
:Wer schweigt, überlässt den Brandstiftern das Feld
In Tröglitz brennt ein Haus, in das Flüchtlinge einziehen sollten. Gegen den Hass der Brandstifter wenden sich viele Menschen mit Offenheit - jetzt erst recht, kein Schritt zurück. Darin liegt auch ein Aufruf an die Unbeteiligten, die Zweifelnden: Überwindet Euch endlich, bringt Euch ein, im Guten.
Bedrohung durch Neonazis
:"So was verfehlt seine Wirkung nicht"
Werner Wolf wurde in seiner Zeit als Bürgermeister von Gräfenberg von Neonazis bedroht. Im SZ-Interview erzählt er, wie es ihm nach dem Anschlag ging und warum er den Rücktritt eines Bürgermeisters aus Sachsen-Anhalt als Hilferuf sieht.