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Stiftung Warentest:Jede dritte Apfelschorle mangelhaft

Apfelschorle im Test

Die meisten Apfelschorlen schneiden im Test nicht gut ab.

(Foto: dpa-tmn)
  • Die Stiftung Warentest hat 24 Apfelsaftschorlen getestet. Ein Drittel der Produkte fiel durch.
  • Auch Marken-Schorlen und selbst Bio-Waren schneiden nur "befriedigend" bis "mangelhaft" ab.
  • Lediglich ein Produkt - vom Discounter Aldi-Nord - erzielt die Note "gut".

Apfelsaftschorlen gelten als gesunde Durstlöscher - dabei enthalten sie mitunter genauso viel Zucker wie Cola. Wer einen halben Liter trinkt, schluckt umgerechnet etwa neun Zuckerwürfel. Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt. Bei einem Test der Stiftung Warentest fielen sieben von 24 Apfelsaftschorlen durch. Nur eine schaffte ein gutes Gesamturteil.

Zu wenig Aroma, Saft aus verdorbenen Äpfeln, unsaubere Verarbeitung: Das sind die größten Mängel, die der Test festgestellt hat. Fast alle Fertigschorlen geben Anlass zur Kritik, lautet das Fazit. Auch Markenprodukte von Rhön und Lift wurden mit "mangelhaft" bewertet.

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Neben den Schorlen, die aus Konzentrat hergestellt werden, bezog die Stiftung Warentest auch sieben Direktsaft-Schorlen in den Test ein. Das Ergebnis zeigt: Obwohl diese Produkte alle ein Bio-Siegel tragen, kann keines richtig überzeugen. Nur zwei der Schorlen erreichten das Qualitätsurteil "befriedigend" - darunter auch die naturtrübe Schorle Proviant für drei Euro pro Liter, die die beste Geschmacksnote erzielte. Insgesamt im Test durchgesetzt hat sich allerdings das Discounter-Produkt Wiesgart von Aldi-Nord. Mit 39 Cent pro Liter zählte das Getränk mit Apfelsaft aus Konzentrat zu den günstigsten im Test.

Die Tester empfehlen, Fertigschorlen nur ab und an zu trinken, und verweisen dabei auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die vor dem hohen Zuckergehalt warnt. Besser sei es, die Schorlen selbst zu mischen. So lässt sich der Zuckergehalt gegenüber Fertigschorlen halbieren.

Ernährungswissenschaftlerin Monika Bischoff vom Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention in München rät, einen guten Apfelsaft, der auf 100 Millilitern nicht mehr als 45 Kalorien hat, mit Wasser im Verhältnis 1:3 zu mischen. "Damit hat man eine gute isotonische Flüssigkeit. Deren Teilchen haben die gleiche Zusammensetzung wie Blutplasma und werden so vom Körper schnell aufgenommen", erklärt Bischoff.

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Die Prüfer vergeben bei fünf von 18 Produkten die Note "mangelhaft", weil sie etwa Weichmacher oder schädliche Kohlenwasserstoffe enthalten. Preis und Geruch sind dabei kein Indikator.