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WM-Qualifikation in Südamerika:Der Nationaltrainer wollte zurücktreten

Trainer Pizzi wiederum enthüllte überraschend, dass er am Morgen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, unter Verzicht auf eine finanzielle Entschädigung. Verbandsboss Arturo Salah sagte nach dem Sieg gegen Peru, Pizzi bedürfe keiner Rückendeckung. Gleichzeitig äußerte er Verständnis für Pizzis Frust: "Es sind viele verzerrte Informationen im Umlauf."

Als Torjäger vertritt Vidal den Hoffenheimer Eduardo Vargas

Salah bezog sich damit unter anderem auf Medienberichte, die Pizzi der Plan- und Verantwortungslosigkeit bezichtigen. Chiles Nationalspieler hatten es vor der Partie gegen Peru an der nötigen Askese mangeln lassen. Bei einem Grillnachmittag im Mannschaftsquartier sollen "die Normen nicht eingehalten" worden sein, zitierte der Verbandschef die Presseberichte, über die er sich geärgert hatte.

Aber die Probleme waren wohl eher hygienischer Natur: Vor dem Spiel gegen die Peruaner hatten sich gleich mehrere Spieler krankgemeldet, unter ihnen Vidal, mit Grippe-Symptomen und Verdauungsproblemen. Das war den Spielern aber nicht mehr anzumerken, als sie auf den Platz stürmten - und die Peruaner auseinandernahmen. Vor allem wegen des omnipräsenten Vidal.

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WM-Qualifikation

"Niemand kann dieses Team aufhalten"

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Zusammen mit Díaz und dem Leverkusener Charles Aránguiz dominierte Vidal das Mittelfeld und vertrat auch Hoffenheims Eduardo Vargas als Torjäger. Erst traf Vidal per Kopf zur Führung (10.), dann schoss er nach dem Ausgleich durch den Peruaner Edison Flores mit einem famosen Linksschuss aus 18 Metern das 2:1. Zwanzig Minuten zuvor war Vidal noch brutal umgeknickt. Doch das hielt ihn nicht auf. "Für dieses Trikot", sagte Vidal, "gebe ich alles."