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Vertragsverlängerung bei Red Bull:Möglicherweise hat Red Bull eine Vertragsklausel eingelöst

Vettel selbst äußert sich zu seinen Verträgen generell nicht. Er leistet sich auch keinen Manager, der dies für ihn tun könnte. In der vom Team verbreiteten Nachricht gibt es ebenfalls kein Zitat des Protagonisten. Die Spekulation der Bild-Zeitung, Red Bull habe möglicherweise lediglich eine vertraglich vereinbarte Klausel eingelöst, liegt deshalb nahe.

Die erfolgreichen Fahrer sind die Schlüsselfiguren in dem komplexen Sport. Wo es die Besten hinzieht oder hält, sagt viel. Dass Vettel bei Red Bull bleibt, bedeutet vor allem eines: Auch in den kommenden Jahren könnte der Titelkampf auf ein Duell zwischen ihm und Alonso hinauslaufen.

Ferrari-Teamchef: Man sollte niemals nie sagen

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Spekulationen geben, Vettel könnte es zu Ferrari ziehen. Angeheizt worden waren diese einerseits von Vettels Schwärmereien für den Rennstall ("für jeden Rennfahrer etwas Besonderes") und andererseits von Komplimenten der Ferrari-Granden für ihn. "Wenn Fernando Alonso morgen mit seiner Freundin auf Hawaii bliebe, würde ich Vettel holen", hatte Firmenchef Luca di Montezemolo im Winter gesagt, und Teamchef Stefano Domenicali war kürzlich zu Vettel erst entfahren: "Man sollte niemals nie sagen."

Für die kommenden zwei Jahre ist dieses Szenario jetzt vom Tisch. In dieser Zeit besitzt Vettel, 25, bei den Blauen ähnliche Alleinstellungsmerkmale wie Alonso, 31, bei den Roten: einen langfristigen Vertrag und einen Teamkollegen mit einer schwachen Ausgangsposition. Der Kontrakt des 36 Jahre alten Australiers Mark Webber bei Red Bull läuft ebenso Ende des Renn- jahres aus wie der des 32 Jahre alten Brasilianers Felipe Massa bei Ferrari.

Vettel und Alonso sind die einzigen beiden Spitzenkräfte, die sich der ganzen Aufmerksamkeit eines Top-Teams sicher sein können. Bei Mercedes konkurrieren Lewis Hamilton, 28, und Nico Rosberg, 27, miteinander. Beide haben sich langfristig an das Werksteam gebunden. Doch ob dieses überhaupt in der Lage ist, ein titeltaugliches Auto zu bauen, muss es erst noch beweisen. McLaren und Jenson Button, 33, befinden sich in einem Abschwung. Das Lotus-Team, das in den vergangenen 18 Monaten einige Glanzlichter setzte, hatte bisher nicht die Ressourcen, um dauerhaft im Konzert der Großen zu bestehen. Ende der Saison könnte es zudem seinen Spitzenfahrer verlieren: Das Zweijahres-Versprechen von Kimi Räikkönen, 33, endet. Der Finne wird als möglicher Vettel-Kollege bei Red Bull gehandelt.