Uli HoeneßTiraden vom Tegernsee

Uli Hoeneß polarisiert seit eh und je mit markigen Sätzen, zuletzt bei der Torhüter-Debatte. Ein Rückblick auf seine besten Stilblüten - von "Greenkeeper" bis "Scheißstimmung".

Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist bekannt dafür zu polarisieren. Rund um die Torwart-Diskussion in der deutschen Nationalmannschaft erweiterte er seine schon recht ausführliche Sammlung an markigen Sprüchen nun noch um ein paar Seiten. Am Mittwochabend nahm er sich Manuel Neuers DFB-Konkurrenten Marc-André ter Stegen vor, der öffentlich von seiner Enttäuschung gesprochen hatte, weil er mal wieder nicht zum Einsatz gekommen war. "Ich finde es unmöglich, dass man so ein Thema in die Öffentlichkeit bringt. Er hat überhaupt keinen Anspruch dort zu spielen." Bei Torhütern müsse die Hierarchie klar sein: "Wenn Manuel Neuer die Form hat, gibt es gar keine Diskussion, dass nur er die Nummer eins sein kann."

Auch das Verhalten einiger Teile der Presse gefiel dem Patron des FC Bayern nicht. "Die westdeutsche Presse unterstützt den Marc ter Stegen extrem, wie wenn der schon 17 Weltmeisterschaften gewonnen hätte", echauffierte sich Hoeneß: "Und von der süddeutschen Presse kommt keine Unterstützung."

Vom DFB war Hoeneß natürlich auch enttäuscht. "Ich hätte mir vom DFB auch mehr Unterstützung erwartet. Wir kriegen ständig vom DFB Theater, zuerst die unmögliche Ausbootung der drei Spieler (Boateng, Müller und Hummels; Anm. d. Red.) und jetzt wieder mit Manuel Neuer", sagte Hoeneß. Am Tag danach schob er noch nach, er erwarte, "dass man den Herrn ter Stegen schon mal in die Ecke stellt und ihm klar sagt, dass es so nicht geht." Und: "Er beschädigt hier einen völlig untadeligen Sportsmann wie den Manuel Neuer."

Bild: dpa 20. September 2019, 14:352019-09-20 14:35:10 © Süddeutsche.de/hum/ebc/tbr