Sport kompakt Riesch gewinnt - HSV contra Hoeneß

Maria Riesch dominiert weiterhin den Slalom, HSV-Chef Hoffmann ist empört, Biedermann mit historischem Weltrekord, Button besucht McLaren.

Von Sport kompakt

Das Dutzend ist voll: 13 Wochen vor den Olympischen Spielen hat Ski-Weltmeisterin Maria Riesch in ihrer Parade-Disziplin Slalom ihren zwölften Weltcup-Sieg gefeiert und damit Hoffnungen auf einen goldenen Coup in Vancouver genährt. Die 24-Jährige gewann zum zweiten Mal den Torlauf im finnischen Levi, strich dafür rund 23.200 Euro Preisgeld ein - und sandte damit gleich im zweiten Rennen des Olympia-Winters ein klares Signal an die Konkurrenz. "Levi liegt mir einfach, ich mag diesen Hang und finde es hier einfach gut. Ich hätte aber trotzdem nie damit gerechnet, dass ich hier gewinne, weil es im Training zuletzt nicht so gut lief. Jetzt ist es mit Blick auf Vancouver aber gut zu wissen, dass ich bereits eine richtig gute Form habe", sagte Riesch, deren Glück der vierte Platz ihrer jüngeren Schwester Susanne komplettierte. Die beiden Partenkirchnerinnen sicherten sich damit ebenso wie überraschend die 20-jährige Germeringerin Katharina Dürr, die Siebte wurde, das Ticket für Olympia in Kanada (12. bis 28. Februar). Fanny Chmelar (Partenkirchen) als Neunte und das Talent Barbara Wirth (Lenggries) auf Platz 28 trugen zu einem guten Teamergebnis bei.

Erster Salalom, erster Sieg: Maria Riesch aus Garmisch-Partenkirchen.

(Foto: Foto: dpa)

Trainer Louis van Gaal hat seinen Spielern ein freies Wochenende geschenkt, doch der FC Bayern München kommt nicht zur Ruhe. Nach den Querelen um Philipp Lahm und der Web-Attacke von Fußball-Weltmeister Luca Toni gegen van Gaal hat Manager Uli Hoeneß nun Ärger mit dem Hamburger SV. "Die Aussagen von Hoeneß über Piotr sind respektlos und in der Sache falsch. Ich glaube, hier will der Manager von Bayern München von seinen Baustellen ablenken", sagte HSV-Boss Bernd Hoffmann in der Bild-Zeitung. Hoeneß hatte in unter der Woche in einem Interview über den HSV- Nationalspieler Piotr Trochowski gelästert. "Piotr Trochowski kann normalerweise keine zwei Sätze geradeaus sprechen, und jetzt spricht er über Fußballpolitik", hatte Hoeneß am Donnerstag in der Wochenzeitung Die Zeit gesagt. Hoffmann machte keinen Hehl aus seiner Empörung. "Ich habe für die Bemerkungen gar kein Verständnis. Piotr ist ein ernsthafter Mensch, intelligent und mit viele Engagement in sozialen Fragen", sagte Hamburgs Vorstandsvorsitzender. In einem Telefonat am Freitagvormittag habe er Hoeneß gefragt, "ob er das so wirklich so gesagt und gemeint hat. Leider antwortete er, dass er es so gesagt und so gemeint hat".

Paukenschlag durch Paul Biedermann: Der Doppel-Weltmeister siegte beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin über 400 m Freistil in Weltrekordzeit. Der Hallenser schlug in 3:32,77 Minuten an und blieb damit deutlich unter der alten Bestmarke des Australiers Grant Hackett (3:34,58). Biedermann hält auch über die halbe Distanz den Weltrekord. Am Sonntag kommt es auf dieser Strecke zur WM-Revanche gegen Superstar Michael Phelps. Dabei war die Vorbereitung für den 23-Jährigen alles andere als optimal verlaufen. Erst am Freitag hatte er grünes Licht für einen Start gegeben, da er sich vor zwei Wochen einen leichten Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen hatte. "Ich dachte, das wird heute richtig schlecht. Das Gefühl hatte ich schon beim Einschwimmen. Außerdem habe ich 45 Minuten gebraucht, um in den Anzug zu kommen. Ich bin etwas dicker geworden in meiner Pause. Aber es war ein richtig geiles Rennen", sagte Biedermann und meinte mit Blick auf das Duell gegen Phelps: "Da bin ich sehr gespannt drauf."

Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose, dessen Söhne Luan und Noah an der Schweinegrippe erkrankt sind, ist aus der Quarantäne entlassen worden. Nach Ablauf der viertägigen Inkubationszeit sind bei dem Stürmer keine Symptome aufgetreten, Klose hat sich demnach also nicht mit dem H1N1-Virus angesteckt. Der 31-Jährige stünde damit für das Länderspiel am Mittwoch gegen die Elfenbeinküste in Gelsenkirchen zur Verfügung.

Formel-1-Weltmeister Jenson Button hat die Spekulationen um einen Wechsel zu McLaren-Mercedes angeheizt. Der 29-jährige Brite besuchte Medienberichten zufolge in England mit seinem Manager Richard Goddard die McLaren-Fabrik im englischen Woking. "Wie ich schon einige Male zuvor gesagt habe: Jenson möchte in einem Auto fahren, mit dem er nächstes Jahr die Weltmeisterschaft gewinnen kann", zitierten britische Zeitungen Buttons Manager. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh soll am Freitag die beiden Besucher durch das Werk geführt haben. Button wird seit Wochen immer wieder mit dem britisch-deutschen Team in Verbindung gebracht. Mit BrawnGP konnte sich der Engländer noch immer nicht auf einen neuen Vertrag einigen.

Der englische Fußballer David Beckham steht mit den Los Angeles Galaxy zum ersten Mal im Finale der nordamerikanischen Profiliga Major League Soccer. Im Endspiel der Western Conference bezwang LA das Team der Houston Dynamo in der Nachspielzeit mit 2:0. Die Tore für die Galaxy erzielten die ehemaligen Bundesliga-Profis Gregg Berhalter und Landon Donavan.

Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 wird es kein Skispringen der Frauen geben. Ein kanadisches Gericht wies nach zweitägigen Beratungen die Klage von 14 Skispringerinnen ab, die damit ihre Teilnahme an den Spielen erzwingen wollten. Skispringen ist seit 1924 Teil der Olympischen Winterspiele, dabei aber eine der wenigen Sportarten, bei denen es keine Wettbewerbe für Männer und Frauen gibt.

Der Russe Sergej Fesikow hat beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin am Samstagvormittag für den ersten Weltrekord gesorgt. Der 20-jährige Schwimmer schlug als Vorlaufschnellster über 100 m Lagen in 50,95 Sekunden an. Zudem sorgten die deutschen Schwimmer in den Vorläufen für drei nationale Rekorde. Über 100 m Brust verbesserte zunächst die Essenerin Caroline Ruhnau die Bestmarke auf 1:05,55 Minuten. Anschließenden schlug Kerstin Vogel in 1:05,46 Minuten an. Auch Daniela Samulski stellte über 50 m Rücken in 26,45 Sekunden eine nationale Bestmarke auf.

Jenny Wolf hat ihre glänzende Form zu Beginn des Olympia-Winters erneut unter Beweis gestellt. Auch im zweiten 500-Meter-Sprint siegte die 30-jährige Weltmeisterin beim Eisschnelllauf-Weltcup in Heerenveen und feierte ihren insgesamt 43. Weltcupsieg. In 37,83 Sekunden war noch 0,09 Sekunden schneller als bei ihrem Sieg am Vortag. Auf Platz zwei kam erneut ihre Erzrivalin Wang Beixing aus China (38,07) vor Annette Gerritsen (Niederlande/38,18). "Ich habe erneut bewiesen, dass ich körperlich topfit bin. Die Angangszeit von 10,18 ist super. Nun muss ich versuchen, die Geschwindigkeit auch auf der Runde noch zu steigern", meinte die Weltrekordlerin.

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