Eishockey:Vier Jahre Sperre für Seidenberg

Eishockey: Beteuert seine Unschuld: Eishockeyprofi Yannic Seidenberg, Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018.

Beteuert seine Unschuld: Eishockeyprofi Yannic Seidenberg, Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018.

(Foto: Blatterspiel/Jan Hübner/Imago)

Der ehemalige Eishockey-Nationalspieler Yannic Seidenberg wird rückwirkend für vier Jahre wegen Dopings gesperrt. Dem 39-Jährigen wurde die Einnahme von Steroiden nachgewiesen.

Der ehemalige deutsche Eishockey-Nationalspieler Yannic Seidenberg ist vom Deutschen Sportschiedsgericht wegen eines Doping-Verstoßes für vier Jahre gesperrt worden. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Nationalen Anti-Doping-Agentur Deutschland, wie die Nada am Dienstag mitteilte. Die Sperre sei unter Anrechnung der vorläufigen Suspendierung rückwirkend ausgesprochen worden und beginne mit dem 14. September 2022.

Seidenberg war damals von der Nada und seinem Klub EHC Red Bull München vorläufig suspendiert worden, nachdem eine Trainingskontrolle "ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis" erbracht hatte. Bei dem Verteidiger, einem der Olympia-Silbermedaillengewinner von Pyeongchang 2018, wurden Testosteron und die Substanz DHEA nachgewiesen, die zu den anabol-androgenen Steroiden auf der Verbotsliste gehöre.

Seidenberg kann gegen die Entscheidung noch Rechtsmittel vor dem Internationalen Sportschiedsgericht Cas einlegen. Der 39-Jährige hatte stets seine Unschuld beteuert und seinen Arzt verantwortlich gemacht. "Die Verschreibung von Medikamenten durch den Arzt erfolgte aufgrund einer medizinischen Indikation", erklärte Seidenbergs Anwalt Rainer Cherkeh in einer Stellungnahme zum Urteil.

Weil sein Mandant den ihn behandelnden Arzt mit Blick auf mögliche Dopingkontrollen angewiesen habe, ihm keine verbotenen Substanzen zu verschreiben, liege "mangels Verschuldens" auch kein mit einer Sperre zu sanktionierendes Verhalten vor. Auf jeden Fall hätte das Schiedsgericht "die Sperre deutlich herabsetzen müssen", so der Jurist aus Hannover.

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