Süddeutsche Zeitung

Segeln - Auckland:Deutsche Skiffsegler wahren bei der WM ihre Medaillenchancen

Auckland/Neuseeland (dpa/lno) - Deutschlands beste Skiffsegler haben bei der Weltmeisterschaft vor Auckland am vorletzten Tag ihre Medaillenchancen gewahrt. Zwar fielen die bisherigen 49er-Spitzenreiter Erik Heil/Thomas Plößel aus Berlin am Samstag nach einem erstmals schwächeren Tag hinter den stark aufkommenden neuseeländischen Olympiasiegern Peter Burling und Blair Tuke auf Platz zwei zurück. Doch bleiben ihnen zwei weitere Rennen vor dem Medaillenfinale am Sonntag für den Kampf um eine optimale Ausgangsposition.

Einen Tag vor dem Finale hatte das Berliner Duo wie der Großteil der 25 Crews erstmals Schwierigkeiten, die extrem unbeständigen Winde auf dem Kurs zu ahnen. Vorbelastet durch ein hohes Streichergebnis in Folge des Ruderbruchs zum WM-Auftakt mussten die Berliner vorsichtig agieren und durften sich keine Frühstarts leisten.

"Unsere Starts waren extrem schlecht. Unser letztes Rennen das beste, weil wir von Rang 24 auf zehn vorfahren konnten", sagte Heil. "Es war klar, dass die Favoriten auch mal einen sehr guten Tag haben, wenn alle anderen einen schlechten haben. Das ist ihre Stärke. Wir werden im Finale alles für eine gute 'Metal Battle' geben."

Bei den 49erFX-Damen fielen Tina Lutz/Susann Beucke (Holzhausen/Strande) nach einem ähnlich schweren Tag auf Platz vier zurück. "Auf dem Kurs haben zwei Windsysteme gegeneinander gekämpft. Das war schwer zu lesen", erklärte Vorschoterin Beucke. "Aber wir haben große Lust, uns das rote Shirt der Drittplatzierten am Sonntag in den letzten Rennen vor dem Finale zurückzuholen."

In Führung liegen bei den Skiffseglerinnen Annemiek Bekkering/Annette Duetz aus den Niederlanden vor den Olympiasiegerinnen Martine Grael/Kahena Kunze aus Brasilien und Helene Næss/Marie Rønningen aus Dänemark. Im Nacra 17 sind die Kieler Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer 13. und müssen am Sonntag in zwei weiteren Rennen noch um den Einzug ins Medaillenfinale der besten zehn Teams kämpfen. Ihr großes Ziel, die Sicherung des Nationenstartplatzes für Olympia 2020, ist aber schon erreicht.

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