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Saisoneröffnung der Bayern-Basketballer:Am besten zweimal auf den Balkon

FC Bayern Muenchen v ALBA Berlin - BBL Playoffs

Am liebsten öfter so: Bayern-Boss Hoeneß bei einem Spiel seiner Basketballer.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Acht namhafte Zugänge und jede Menge Ambition: Der FC Bayern und Präsident Uli Hoeneß haben für Trainer Svetislav Pesic ein neues Basketball-Team nach dessen Wünschen zusammengestellt - das Ziel ist die Meisterschaft. Mit dieser Mannschaft sind große Erfolge beinahe Pflicht.

Die Rangfolge wurde dann doch eingehalten. Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern München, betrat als Erster den Presseraum. Trainer Svetislav Pesic, zweifelsohne auch ein Vertreter der Spezies Alphatier, bewies Weitblick, als er ihm den Vortritt ließ. Denn bis auf absehbare Zeit laufen weiterhin alle Fäden bei Hoeneß zusammen. Auch im Basketball.

Also folgten ihm Vizepräsident Rudolf Schels, dann der Coach und dessen Sohn Marko Pesic, der Sportdirektor der prosperierenden Unterabteilung des Vereins ist. Die Ziele der kommenden Saison sollten verkündet werden. Einer Saison, in der die Bayern-Basketballer das Projekt in eine neue Dimension hieven sollen - einer Saison, in der sie erstmals in der europäischen Königsklasse an den Start gehen werden, per Wildcard in der Euroleague.

Es war eine entspannte Veranstaltung, wie das eigentlich immer der Fall ist, wenn es beim FC Bayern um Basketball geht. Nur einmal bekam die Stimme von Uli Hoeneß diese schneidende Tonlage, die sie immer dann bekommt, wenn er eine ihm wichtige Nachricht an die Öffentlichkeit senden will: "Kein Cent", sagte der Präsident also, "kein einziger Cent fließt von den Fußballern an die Basketballer."

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Das sei die Grundvoraussetzung dafür gewesen, dass das ambitionierte Projekt vor drei Jahren überhaupt aus der Taufe gehoben wurde. "Im Übrigen", so bemerkte Hoeneß spitz, sei das der große Unterschied zum FC Barcelona und Real Madrid, wo die Basketball-Teams, die beide europäische Spitze darstellen, von den Fußballern subventioniert würden. Das hätten ihm "beide Präsidenten versichert", als er dort mit den Fußballern in der Champions League zu Gast war, erzählte Hoeneß.

In ihrem dritten Erstligajahr planen die Bayern zwar noch nicht den Großangriff auf Europa, die deutsche Meisterschaft ist jedoch das erklärte Ziel. Da halfen auch alle Versuche des Trainers nicht, dieses Ziel weichzureden: "Es ist keine Pflicht. Pflicht ist nur, dass alle Spieler jeden Tag ihr Bestes geben", sagte Pesic. Hoeneß hörte aufmerksam zu, schließlich habe der Trainer die Spieler bekommen, die er wollte.