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Pokal-Erfolg gegen Hoffenheim:Die Bayern spielen erst überlegen, dann selbstverliebt

Im Viertelfinale: Lewandowski (Mitte) mit Kimmich (rechts) und Boateng

(Foto: AFP)
  • Der FC Bayern gewinnt im Achtelfinale des DFB-Pokals 4:3 gegen die TSG Hoffenheim.
  • Dass es am Ende noch einmal spannend wird, liegt daran, dass die Münchner irgendwann etwas zu selbstsicher auftreten.
  • Zu den Ergebnissen im DFB-Pokal geht es hier.

Die Auslosung zum Pokal-Viertelfinale am Sonntagabend um 18 Uhr werden sie beim FC Bayern eher nebenbei beobachten, und in diesem Fall darf ihnen das nicht einmal als Arroganz ausgelegt werden. Natürlich haben sie auch in München erfreut beobachtet, dass in diesem Wettbewerb die beiden vermeintlich gefährlichsten Konkurrenten, Leipzig und Dortmund, am Dienstag ausgeschieden sind, und wen auch immer die Bayern am Sonntag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ausgelost bekommen, Frankfurt, Bremen, Leverkusen oder vielleicht doch Union Berlin, es wird nichts daran ändern, dass der Gegner beim FC Bayern nicht Furcht und Schrecken auslösen wird. Aber daran liegt es nicht allein, dass sie in München diese Auslosung eher nebenbei verfolgen werden. Ein bisschen liegt es schon auch daran, dass die Bayern am Sonntag um 18 Uhr gegen den ersten Verfolger Leipzig ihre Tabellenführung in der Bundesliga verteidigen wollen.

FC Bayern in der Einzelkritik

Müller ist immer und überall dabei

Im Pokal setzten die Bayern nach den Patzern der Konkurrenz in ihrem Achtelfinale gegen die TSG Hoffenheim gerade in der ersten Halbzeit ein Statement, 4:3 (3:1) gewannen sie, und sie waren so überlegen, dass sie irgendwann zu selbstverliebt auftraten. Und so durfte Hoffenheim bis zum Schluss an eine Sensation glauben. Entsprechend gedämpft war die Freude von Bayern-Trainer Hansi Flick. In der ARD sagte er: "Am Ende zählt, dass man weiterkommt. Aber über die Art und Weise in der zweiten Halbzeit müssen wir sprechen."

Zielstrebiger, schneller, sicherer

Fünf Minuten lang war am Mittwochabend auch die Partie in München eine im Geiste dieser Pokalrunde, fünf Minuten lang führte der Außenseiter aus Hoffenheim, von der achten bis zur 13. Minute. Aber danach war der FC Bayern nicht nur zielstrebiger, schneller, sicherer, die Mannschaft konnte es sich sogar erlauben, hier und dort ein bisschen zu tricksen, zu zaubern. Sie spielte wie eine Mannschaft, die ganz genau spürt, dass gegen sie im Moment nichts zu holen ist.

In der achten Minute hatte Hoffenheims Ihlas Bebou auf das Tor von Manuel Neuer geschossen, nicht ungefährlich, aber auch nicht wirklich bedrohlich. Doch dann streckte Jérôme Boateng sein Bein hinein, er fälschte den Ball ins eigene Tor ab. Der Rückstand. Die Bayern aber spielten so weiter wie zuvor, immer konsequent nach vorne, ohne unnötige Umwege, in der fünften Minute hatten sie ja auch bereits getroffen, durch Robert Lewandowski - der Treffer war aber aberkannt worden, weil Thomas Müller ein paar Atemzüge im Abseits gestanden war.

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