Last-Minute-Transfers:VfB holt weinenden Ivorer

Geoffroy Serey Die VfB Stuttgart

Tränen während der Hymne: Geoffroy Serey Dié bei der WM in Brasilien.

(Foto: AFP)
  • Seine Tränen bei der WM machten Geoffroy Serey Dié berühmt, nun wechselt er nach Stuttgart.
  • Auch der Hamburger SV bedient sich beim FC Basel.
  • Der TSV 1860 gibt einen weiteren Spieler ab.
  • Hier geht's zur maßgebenden Transferliste der Deutschen Fußball-Liga. Nur wer hier draufsteht, kann noch wechseln.

Meldungen vom letzten Transfertag

Das Missverständnis um Dies Tränen

Der VfB Stuttgart hat sich einen WM-Star geholt: Geoffroy Serey Die von der Elfenbeinküste wechselt vom FC Basel in die Bundesliga, wie der Klub mitteilte. Der 30-Jährige Mittelfeldspieler war im vergangenen Sommer kurz berühmt geworden, weil er vor dem Gruppenspiel der Weltmeisterschaft während der Nationalhymne gegen Kolumbien herzergreifend weint hatte.

Damals hieß es schnell: Der Stiefvater von Die sei kurz zuvor gestorben. Vor allem über die sozialen Netzwerke erhielt er Beileidsbekundungen. Doch das war ein Missverständnis. Die sagte später: Sein Vater sei bereits 2004 gestorben. An was er gedacht habe während der Hymne? "Ich habe auch an mein schweres Leben gedacht. Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages hier stehen und spielen würde. Dieses Gefühl hat mich überwältigt, ich bin eine sehr emotionale Person."

Die erhält bei den Schwaben einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. Derzeit ist der 30 Jahre alte Ivorer mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup in Äquatorialguinea im Einsatz und spielt am Mittwoch im Halbfinale gegen Kongo.

"Er ist ein international erfahrener Spieler, der sich schnell in der neuen Umgebung zurechtfinden wird und unserem Spiel mit seiner kompromisslosen Spielweise Stabilität verleihen soll", sagte VfB-Sportvorstand Robin Dutt. "Mit ihm haben wir genau den erfahrenen Spieler gefunden, den wir als Orientierungspunkt für unsere jungen Spieler gesucht haben." Über die Wechselmodalitäten vereinbarten beide Clubs Stillschweigen.

Die wird nach der Kontinentalmeisterschaft direkt zum VfB kommen. Für den FC Basel bestritt der Defensivspezialist 68 Pflichtspiele, davon sechs in der Champions League und zwölf in der Europa League. Zuvor lief er für den FC Sion 135 Mal auf.

Carlos Eduardo kommt nicht

Der Wechsel des Brasilianers Carlos Eduardo zum Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln ist geplatzt. Der frühere Hoffenheimer steht nicht auf der am Montag erschienenen Transferliste. Ein Wechsel ist damit nicht mehr möglich. Zuvor war bekannt geworden, dass sich der 27-Jährige im Training mit seinem russischen Verein Rubin Kasan einen Muskelfaserriss zugezogen hat und wohl mindestens einen Monat pausieren muss. Der FC war darüber frühzeitig informiert.

Stattdessen verpflichtete der FC den brasilianischen Angreifer Deyverson von Belenenses Lissabon. "Er wurde von unserer Scouting-Abteilung unter die Lupe genommen. Jörg Jakobs (Sportdirektor, d. Red.) hat den Transfer dann gut vorbereitet. Wir sind der Überzeugung, dass das passt", sagte FC-Manager Jörg Schmadtke dem Kölner Express. In der laufenden Saison erzielte der 23-Jährige acht Treffer in der portugiesischen Liga.

Im Fall von Eduardo war zuvor bekannt geworden, dass sich der 27-Jährige im Training mit seinem russischen Verein Rubin Kasan einen Muskelfaserriss zugezogen hat und wohl mindestens einen Monat pausieren muss. Der FC war darüber frühzeitig informiert.

Marcelo Diaz zum HSV

Der FC Basel verliert neben Dié einen weiteren Profi in die Bundesliga. Der Wechsel von Mittelfeldspieler Marcelo Diaz von den Schweizern zum Hamburger SV ist perfekt. Der 28-Jährige Chilene unterschrieb einen Zweieinhalbjahres-Vertrag bei den Hanseaten, dies bestätigte der HSV am Montag. Diaz soll rund zwei Millionen Euro Ablöse kosten und könnte schon im Duell am Mittwoch beim SC Paderborn (20.00 Uhr) sein Debüt in der Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer feiern.

"Die Qualitäten von Marcelo hat man bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer gesehen", sagte Hamburgs Sportdirektor Peter Knäbel: "Er war einer der laufstärksten Spieler und ist einer, der immer den Ball haben will, das Spiel auf sich fokussiert, auch in schwierigen Situationen."

Wood sechster Abgang beim TSV 1860

Bobby Wood vom TSV 1860 München spielt künftig für den Zweitliga-Konkurrenten FC Erzgebirge Aue. Wie die Sachsen am Montag mitteilten, erhält der amerikanische Stürmer einen Vertrag bis Juni 2017. Wood kam in dieser Saison bislang auf sechs Einsätze in der Liga und stand sechsmal für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes auf dem Rasen. Insgesamt absolvierte der auf Hawaii geborene Angreifer 50 Spiele im Zweitliga-Team (3 Tore) der Münchner und 46 für die Regionalliga-Mannschaft (12 Tore).

"Aue hat frühzeitig sein Interesse bekundet. Jetzt kam noch einmal Bewegung in die Sache, so dass wir uns entschlossen haben, ihn abzugeben. Wir wünschen Bobby für seine Zukunft alles Gute und viel Erfolg", sagte Sportgeschäftsführer Gerhard Poschner. Neben Wood haben Sebastian Hertner (FC Erzgebirge Aue/ausgeliehen), Grzegorz Wojtkowiak (Legia Danzig), Marin Tomasov (HNK Rijeka), Yannick Stark (SV Darmstadt 98) und Markus Steinhöfer (Ziel unbekannt) die Münchner verlassen. Neu im Team sind Anthony Annan (HJK Helsinki) und Jannik Bandowski (Borussia Dortmund II/ausgeliehen).

Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 hat sich im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg Verstärkung vom großen Nachbarn geholt. Die Lilien haben Offensivspieler Jan Rosenthal vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt bis zum Saisonende ausgeliehen. Der 28 Jahre alte Rosenthal, der seit 2013 bei der Eintracht unter Vertrag steht, konnte sich in Frankfurt nie durchsetzen. Rosenthals Vertrag bei der Eintracht läuft noch bis 2016. "Ich bin sehr glücklich, dass die Leihe geklappt hat", sagte Rosenthal: "Nach der für mich enttäuschenden Hinrunde möchte ich nun wieder auf dem Platz durchstarten und den Lilien weiterhelfen."

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