bedeckt München 23°
vgwortpixel

Klopp vs. FC Bayern:"Wir haben Pfeil und Bogen, die Bayern eine Bazooka"

FC Bayern gegen Dortmund - das ist auch die große Bühne für die Sprüche von BVB-Trainer Jürgen Klopp. Nun trifft er zum vorerst letzten Mal auf die Münchner. Die Geschichte einer Rivalität in Zitaten.

Die rhetorischen Fähigkeiten von Thomas Tuchel? Sind nicht übel. Aber ob es in der kommenden Saison mit dem neuen Trainer des BVB genauso kurzweilig wird wie mit Jürgen Klopp, darf doch bezweifelt werden. Sieben Jahre wirkte Klopp in Dortmund, etliche Male traf er dabei auf den FC Bayern. Man neckte sich, man rieb sich - und hat die Rivalität mit einigen gelungenen Sprüchen erfolgreich befeuert.

So sagte Klopp nach dem Auswärtssieg 2011 in München:

"Als der BVB das letzte Mal hier vor 19 Jahren gewonnen hat, wurden die meisten meiner Spieler noch gestillt."

Anfangs war die Hochachtung der Bayern noch groß. So erklärte der damalige Präsident Uli Hoeneß 2011 im SZ-Interview:

"Ich ließ mich davon überzeugen, dass wir das Abenteuer Klinsmann probieren sollten. Davor hatte ich schon eine mündliche Absprache mit Klopp. Ich bat ihn dann, mich davon zu entbinden, als wir die Idee mit Klinsmann hatten. Dass das ein großer Fehler war, wissen wir nicht erst seit heute."

Zwei Meisterschaften später - beide gewann der BVB - wurde der Ton schärfer. Hoeneß ätzte 2012:

"Dortmund bekommt erst den Ritterschlag, wenn sie nicht nur national, sondern auch international erfolgreich spielen."

Elf des Bundesliga-Spieltags

Klopps Abfuhr an die Bayern

Klopp entgegnete verschmitzt:

"Es gibt fast nichts, was mir mehr egal ist als die Aussagen anderer Vereinsvertreter über meine Mannschaft. Aber möglicherweise wird Uli Hoeneß irgendwann den Hut vor dieser Mannschaft ziehen müssen."

Das größte Duell beider Teams stieg zweifellos beim Finale der Champions League 2013 in London. Englischen Medien gab Klopp vorab ein viel beachtetes Interview, in dem er um die Unterstützung der britischen Fans warb. Klopps findiger Vergleich ging so:

"Ich denke, in diesem Moment muss die Welt des Fußballs auf unserer Seite sein. Es ist wie bei James Bond, außer, dass sie der andere Kerl sind."

Längst wurde da über den sich anbahnenden Wechsel von Robert Lewandowski vom BVB zum FC Bayern debattiert. Erst im Sommer 2014 war es so weit, ein Jahr zuvor sagte Klopp noch:

"Wir sind kein Supermarkt, aber sie wollen unsere Spieler, weil sie wissen, dass wir ihnen nicht das gleiche Geld zahlen können."

Über die Transfergebaren der Münchner sagte er 2013:

"Im Moment hat das ja ein bisschen was davon, wie das die Chinesen in der Wirtschaft und Industrie machen. Gucken, was die anderen machen und es dann abkupfern. Und mit mehr Geld und anderen Spielern den gleichen Weg einschlagen. Und schon wird man wieder besser für den Moment."