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Beleidigung im Stadion:Löw bezeichnet Schmähung gegen Hopp als "verheerend"

Nations League - Gruppenauslosung

Bundestrainer Joachim Löw fordert eine harte Reaktion nach den Vorfällen am vergangenen Wochenende.

(Foto: dpa)

Der Bundestrainer verurteilt die Vorfälle in Sinsheim - die Reaktion müsse "so hart, wie es irgendwie geht" ausfallen.

Bundestrainer Joachim Löw hat im Zuge der aktuellen Debatte um Beleidigungen im deutschen Fußball eine entschiedene Reaktion gefordert. Diese müsse "so hart, wie es irgendwie geht" ausfallen, sagte Löw am Dienstagabend am Rande der Nations-League-Auslosung in Amsterdam.

Er sei "erschüttert gewesen über das, was die letzten Wochen und Monate passiert ist", führte Löw aus: "Wir alle sind gegen Rassismus, Gewalt und Beleidigungen gegen einzelne Personen im Stadion. Wohin das geführt hat, hat man am Wochenende gesehen. Das darf nicht häufiger stattfinden." Deshalb müsse dagegen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) "oder wer auch immer die Möglichkeit hat, mit aller Macht vorgegangen werden. Wir müssen alles tun, dass man das irgendwie in den Griff bekommt."

Attacken gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp wie beim Bundesliga-Spiel der TSG gegen Bayern München empfinde er als "verheerend", ergänzte Löw, "so was kann und darf man überhaupt nicht tolerieren, das will niemand von uns im Stadion sehen. Wir müssen schauen, dass wir diese Leute vom Stadion fernhalten." DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht den "gesamten Fußball und die gesamte Gesellschaft" gefordert, ähnliche Vorfälle in Zukunft zu unterbinden. "Wir müssen uns als Fußball, nicht nur der DFB, auch die Profivereine, die DFL, aber auch die Fans klar dazu bekennen, dass wir solche Plakate, solche Schmährufe nicht haben wollen", sagte er im ZDF.

Den Drei-Stufen-Plan bis hin zum Spielabbruch als Gegenreaktion begrüßte Bierhoff und forderte seine konsequente Anwendung: "Wenn man schon so Regeln aufsetzt, muss man sie auch umsetzen, sonst haben sie gar keinen Sinn. Das führt am Anfang zu Verärgerung, auch Überraschungen, wie bei allen Regeln, aber wenn es einmal eingeführt ist, wird es auch schnell akzeptiert."

© SZ.de/sid/tbr
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