bedeckt München

Fußball:DFB-Präsident Keller: "Fußball ist für alle"

Fußball
DFB-Präsident Fritz Keller wünscht sich mehr Vielfalt im Fußball. Foto: Patrick Seeger/dpa (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa) - DFB-Präsident Fritz Keller hat im Zuge des Appells von hunderten Fußballern und Fußballerinnen zur Homosexualität unter Profis klar Position bezogen.

"Fußball ist für alle. Ausrufezeichen. Auf dem Rasen und auf den Tribünen. Diese Vielfalt wollen wir leben", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes in einem auf dfb.de veröffentlichten Interview. "Dafür müssen wir sie aber auch fördern und noch bestehende Hürden abbauen", forderte Keller.

Mit der Einrichtung der Anlaufstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt beim DFB solle ein Zeichen gesetzt und das Signal gesendet werden: Das Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sei dem DFB und seinen Landesverbänden wichtig, weil die Menschen wichtig seien. "Wir wollen keine Spieler und keine Fans verlieren, weil sie sich diskriminiert oder nicht willkommen fühlen", sagte Keller. "Jeder muss frei von Diskriminierungen und frei von Angst Fußball spielen oder anschauen können." Und wenn der Fußball für alle zugänglich sein solle, dann müsse der Fußball auch für alle da sein - sie stärken und ihnen Gemeinschaft und Schutz vor Anfeindungen bieten.

Das Magazin "11 Freunde" hatte über homophobes Denken und Verhalten im Fußball berichtet und gleichzeitig einen Aufruf verbreitet, den mehr als 800 Fußballer und Fußballerinnen unterschrieben haben. Der DFB unterstützt die Social-Media- Kampagne "Ihr könnt auf uns zählen!" In Deutschland habe sich "bis heute noch kein aktiver Profispieler zu seiner Homosexualität bekannt, aber auch im Amateurfußball ist ein Coming-Out noch lange keine Selbstverständlichkeit", sagte Keller.

© dpa-infocom, dpa:210218-99-493944/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema