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FC Bayern:Salihamidzic rüffelt Lewandowski

Transferforderungen des Stürmers gefielen dem Bayern-Sportchef nicht. Mitarbeiter des Ordnungsdienstes von Dynamo Dresden fallen mit Nazi-Symbolik auf.

FC Bayern, Robert Lewandowski: Sportdirektor Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München hat Torjäger Robert Lewandowski für dessen Aussagen zu den Transferaktivitäten des deutschen Fußball-Rekordmeisters kritisiert. Er habe Lewandowski "neulich gesagt, dass er sich bitte um meinen Job oder den Job von Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß nicht sorgen muss - und schon gar nicht öffentlich. Das steht ihm nicht zu. Ich glaube, dass er das verstanden hat", sagte Salihamidzic in einem Interview des Fachmagazins Kicker. Lewandowski hatte während der USA-Reise der Münchner in der Sommerpause, nach der 0:2-Niederlage im Supercup gegen Borussia Dortmund und auch in einem "Sport Bild"-Interview Verstärkungen für den FC Bayern angemahnt.

Mittlerweile haben die Münchner nach Lucas Hernández (Atlético Madrid), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) und Fiete Arp (Hamburger SV) noch Philippe Coutinho (FC Barcelona), Ivan Perisic (Inter Mailand) und Michaël Cuisance (Borussia Mönchengladbach) verpflichtet. "Im Wesentlichen sind jetzt tatsächlich der Trainer und die Spieler gefordert", sagte Ex-Profi Salihamidzic. "Die Stimmung im Team ist sehr gut, das hat man in der Vorbereitung und in den ersten Spielen gemerkt. Ich traue der Mannschaft sehr viel zu."

2. Liga, Dynamo Dresden: Wegen der Verwendung von verfassungswidrigen Symbolen ist gegen zwei Mitarbeiter des Ordnungsdienstes des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden Strafanzeige gestellt worden. Die Polizei habe die Ermittlungen bereits aufgenommen, teilte ein Clubsprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Vor Beginn des Spiels gegen den FC St. Pauli (3:3) am Samstag hatten sich zwei Ordner einer Anweisung des Leiters des Sicherheitsdienstes widersetzt und waren freigestellt worden. Daraufhin hatten die beiden Männer T-Shirts unter ihrer Dienstkleidung zur Schau gestellt, auf denen die Worte "3. Division für Sicherheit des deutschen Volkes" sowie ein an das Symbol einer SS-Division erinnernder Totenkopf gedruckt waren.

"Wir sind fassungslos darüber, weil diese beiden Personen unseren Verein schwer beschädigt haben. Diese beiden Ordner werden nie mehr direkt oder indirekt bei Veranstaltungen der SG Dynamo Dresden eingesetzt werden. Wir prüfen zudem weitere juristische Schritte", hatte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born erklärt. Während des Spiels hatten Dresden-Fans zudem mehrere diskriminierende und menschenverachtende Banner enthüllt. "Wir haben rund um das Spiel gegen den FC St. Pauli mehrere verabscheuungswürdige Vorkommnisse zur Kenntnis genommen, wofür ich persönlich direkt nach dem Spiel beim Präsidenten Oke Göttlich um Entschuldigung gebeten habe", sagte Born. Sollte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen aufnehmen, droht Dresden wegen der Banner eine Geldstrafe zwischen 18 000 und 150 000 Euro.

Tennis, US Open: Roger Federer hat bei den US Open in New York im Schnelldurchgang das Viertelfinale erreicht. Der 38 Jahre alte Schweizer deklassierte am Sonntag den Belgier David Goffin mit 6:2, 6:2, 6:0. Federer benötigte gerade einmal 79 Minuten für seinen Erfolg und steht beim letzten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison insgesamt zum 13. Mal im Viertelfinale.

Rudern, Österreich: Der Deutschland-Achter hat seinen Titel bei der Ruder-WM in Österreich erfolgreich verteidigt. Die Crew um Schlagmann Hannes Ocik gewann am Sonntag das Finale der Titelkämpfe auf einem Nebenarm der Donau bei Ottensheim vor den Booten aus den Niederlanden und Großbritannien. Im Ziel betrug der Vorsprung eine Luftkastenlänge.

Durch den Erfolg sicherte sich das deutsche die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. "Es war sehr, sehr eng, das haben wir erwartet. Allerdings hatte ich eher mit den Briten gerechnet", sagte Bundestrainer Uwe Bender im ZDF. "Hintenraus wurde es spannend, das kostet schon einige Nerven beim Zuschauen. Der Druck war da, den machen wir uns aber selber. Wir wollen immer gewinnen. Unser ganz großes Ziel bleibt aber das nächste Jahr."

Der 23-jährige Ruder-Senkrechtstarter Oliver Zeidler (Ingolstadt) hat bei der WM in Linz zudem das erste deutsche Einer-Gold seit 17 Jahren geholt. Der einstige Leistungsschwimmer, der erst vor drei Jahren in den Rudersport gewechselt war, verwies Sverri Nielsen (Dänemark) und Kjetil Borch (Norwegen) auf die Plätze zwei und drei. Marcel Hacker war 2002 als letzter Deutscher zu WM-Gold im Einer gerudert.

Handball, Bundesliga: Der frühere Weltklasse-Handballer Stefan Kretzschmar kehrt überraschend ins aktive Geschäft zurück und wird Teil der sportlichen Führung des Bundesligisten Füchse Berlin. "Liebe Handballgemeinde, für mich schließt sich heute der Kreis und ich kehre nicht nur privat, sondern auch beruflich in meine Heimat zurück, dorthin wo alles begann", schrieb der 46-Jährige am Sonntag auf Instagram. Er freue sich, "die Füchse Berlin auf ihrem ambitionierten Weg zu unterstützen, ein dauerhafter Spitzenclub zu werden." Zuvor hatte bereits die "Bild am Sonntag" über den von Füchse-Manager Bob Hanning eingefädelten Deal berichtet. Kretzschmar soll den Bundesliga-Club nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in der Außendarstellung voranbringen. Der Sky-Experte war zuletzt zehn Jahre im Aufsichtsrat des Bundesligisten SC DHfK Leipzig, hatte dort im vergangenen Juni aber aufgehört. Anschließend kündigte er eine Pause an - die nun aber ein vergleichsweise schnelles Ende fand.

Formel 1, Qualifying: Charles Leclerc hat beim Großen Preis von Belgien in Spa die Pole Position erobert. Neben ihm steht beim Start am Sonntag (15.10/RTL und Sky) sein Ferrari-Teamkollege Sebastian Vettel in der ersten Reihe. Dahinter folgt das Mercedes-Duo mit Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas auf den Plätzen drei und vier. Nico Hülkenberg (Emmerich) stellte seinen Renault auf Startplatz sieben. Hockenheim-Sieger Max Verstappen wurde im Red Bull Fünfter.

Tennis, US Open: Andrea Petkovic hat ihr erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier seit über fünf Jahren verpasst. Die Darmstädterin verlor in der dritten Runde der US Open gegen die Belgierin Elise Mertens 3:6, 3:6. Letztmals hatte Petkovic 2014 bei den French Open die Runde der letzten 16 bei einem Major erreicht.

Nach einem Fehlstart (0:3) fügte Petkovic der Nummer 25 der Setzliste zwar deren ersten Aufschlagverlust des Turniers zu, nach einer halben Stunde war der erste Satz dennoch verloren. Mertens war konstanter und präziser in ihren Grundschlägen, auch ein weiteres Break von Petkovic im zweiten Satz änderte nichts am verdienten Sieg der Belgierin. Nach 72 Minuten verwandelte Mertens ihren ersten Matchball.

Deutsche Fußballerinen, EM-Quali: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen ist mit einem Kantersieg gegen Außenseiter Montenegro in die EM-Qualifikation gestartet. Im ersten Spiel nach dem Viertelfinal-Aus bei bei der WM in Frankreich trafen am Samstag beim 10:0 (5:0) Svenja Huth (3. Minute), die überragende Spielführerin Alexandra Popp (8./24./38.), Klara Bühl (34./59), Sara Doorsoun (52.), Turid Knaak (54.), Lea Schüller (84.) und Linda Dallmann (88.) in Kassel für die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss- Tecklenburg. Am Dienstag steht in Lwiw gegen die Ukraine das nächste Spiel an. Weitere Gegner der DFB-Elf in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2021 in England sind Irland und Griechenland.

Handball, Klub-WM: Die Handballer des THW Kiel haben den zweiten Titel bei der Klub-Weltmeisterschaft in Saudi-Arabien verpasst. Der deutsche Rekordmeister unterlag am Samstag im Endspiel in der saudischen Hafenstadt Dammam dem spanischen Spitzenklub FC Barcelona mit 32:34 (17:15). Erfolgreichster Werfer des THW war Niclas Ekberg mit sieben Toren. Luka Cindric erzielte elf Treffer für die Katalanen.

Die "Zebras" kassierten für ihren zweiten Platz immerhin noch ein Preisgeld in Höhe von 250 000 Dollar. Für Barcelona, das zum fünften Mal Klub-Weltmeister wurde, gab es 400 000 Euro. Der 20-fache deutsche Titelträger und der neunfache Champions-League-Sieger aus Spanien lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich zunächst kein Team absetzen konnte. In der 54. Minute aber erzielte der Ex-Kieler Aron Palmarsson das 31:28 für Barca und erhöhte wenig später vorentscheidend auf 33:29 (58). Bereits am Dienstag müssen die "Zebras" vor heimischem Publikum in der Bundesliga gegen die Eulen Ludwigshafen antreten.

Basketball-WM: Mitfavorit Serbien hat seine Auftakthürde bei der Basketball-WM souverän genommen. Der Vizeweltmeister gewann im chinesischen Foshan 105:59 (50:32) gegen den völlig überforderten Außenseiter Angola und machte den ersten Schritt zum Sprung in die zweite Gruppenphase. Bogdan Bogdanovic vom NBA-Klub Sacramento Kings (24 Punkte) war bester Werfer im Team von Sasa Djordjevic, ehemals Trainer bei Bayern München.

Durch den Erfolg setzten sich die Serben, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Rio und Vize-Europameister, an die Spitze der Vorrundengruppe D. Die weiteren Gegner sind Italien und die Philippinen. Zwei Teams ziehen in die Zwischenrunde ein, in der es bei der ersten WM mit 32 Teilnehmern neue Vierergruppen gibt.

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