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Javi Martínez beim FC Bayern:Rückkehr des Unersetzlichen

Javi Martínez auf der Höhe - hier im DFB-Pokal im Oktober gegen Wolfsburg.

(Foto: AP)

Selten ist das Comeback eines Abwehrspielers so herbeigesehnt worden wie im Fall von Javi Martínez. Doch wie stressresistent ist er vor dem Spiel gegen Benfica Lissabon?

Von Matthias Schmid

Philipp Lahm war zuletzt häufiger im Wirtschaftsteil der Zeitungen aufgetaucht als auf den Sportseiten. Der Kapitän des FC Bayern München nutzte die Länderspielpause in der vergangenen Woche, um als Teilhaber bei einem Startup in der Gesundheitsbranche einzusteigen - es ist schon das dritte Unternehmen, an dem er beteiligt ist. Der 32-Jährige bereitet sich auf seine Karriere nach der Karriere vor, die in zwei Jahre enden soll. "Ich brauche etwas Abwechslung", erzählte er jüngst dem Handelsblatt, "weil ich seit 25 Jahren tagein, tagaus auf dem Platz stehe." Sein Ziel sei es, fügte er hinzu, wirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen zu können.

Lahm kann also vieles, aber eines kann er nicht: in die Köpfe seiner Mitspieler schauen. "Ich versuche es noch, aber ich weiß nicht, ob ich das jemals schaffen werde", bekannte er nach dem mühevollen 1:0-Sieg am Samstag gegen Eintracht Frankfurt. Die dürftige Leistung der Bayern ließ den Eindruck entstehen, als hätten sie sich schon zu sehr mit Benfica Lissabon beschäftigt, Lahm schloss das für sich selber allerdings aus. Die Portugiesen sind im Champions-League-Viertelfinale an diesem Dienstag (20.45 Uhr, im SZ-Liveticker) der nächste Gegner der Münchner. "Wir brauchen eine bessere Leistung gegen Benfica als gegen Frankfurt", bekannte Lahm, "aber ich mache mir keine Sorgen, weil wir nun eine Option mehr im Kader haben."

Er sprach die Rückkehr von Javi Martínez an, der nach seiner Meniskus-Operation zum ersten Mal in diesem Jahr von Beginn an spielen durfte. "Schön, dass er wieder zurück ist", schwärmte Lahm, "weil er ein exzellenter Innenverteidiger ist, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann."

Selten in der Bayern-Historie ist ein Abwehrspieler in Ermangelung an Alternativen so herbeigesehnt worden wie der 27-jährige Spanier. "Auch der Trainer ist sehr glücklich, dass Javi wieder da ist und 90 Minuten spielen konnte", erzählte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge nach dessen Auftritt gegen Frankfurt. Guardiola hält seinen Landsmann ähnlich wie Jérôme Boateng für unersetzlich.

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