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Explosionen in Dortmund:Watzke ging zuletzt massiver gegen extreme Gruppen vor

Große Spekulationen über die Hintergründe und Hintermänner des Anschlags gab es zunächst nicht. Natürlich gingen erste Assoziationen sofort zurück in den November 2015, zum Terror von Paris, der sich auch vor dem Stade de France entfaltet hatte, als sich beim Länderspiel Frankreich - Deutschland vor den Stadiontoren drei Attentäter in die Luft sprengten. Vier Tage später war wegen angeblich konkreter Hinweise auf einen Anschlag das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover abgesagt worden.

Gegen einen Anschlag mit terroristischem Hintergrund in Dortmund sprach jedoch zunächst die nicht auf möglichst fatalen Schaden ausgerichtete Zündung der Sprengsätze in einem Bereich, in dem keine größeren Fußgängergruppen hätten betroffen sein können.

Erste Vermutungen, ohne allerdings konkrete Belege dafür zu haben, gingen deshalb eher in die Richtung einheimischer Gruppen. Nach den Ausschreitungen am Rande des Bundesliga-Gastspiels von RB Leipzig vor einigen Wochen war BVB-Geschäftsführer Watzke massiver als zuvor gegen extreme Gruppen von sogenannten Fans vorgegangen. Unter anderem mit Stadionverboten. Aber auch in Zusammenarbeit mit der Polizei bei dem Stopp von fast hundert bewaffneten BVB-Fans der Fan-Gruppen "0231 Riot" und "Northside" auf der Anreise zum Auswärtsspiel nach Darmstadt. Danach hatte die als zum Teil rechtsradikal, in jedem Falle aber gewaltbereit eingestufte Gruppe "0231 Riot" Watzke in einem Graffiti an der Mauer der Dortmunder Galopprennbahn damit gedroht, er werde "bald im Kofferraum landen". Die Polizei nahm die Warnung ernst.

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