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Europa League:Leverkusen und Wolfsburg im Achtelfinale - Arsenal raus

FC Porto - Bayer Leverkusen

Freude in Porto: Bayer Leverkusen erreicht souverän das Achtelfinale der Europa League.

(Foto: dpa)
  • Sowohl Bayer 04 Leverkusen als auch der VfL Wolfsburg gewinnen das Rückspiel im Sechzehntelfinale der Europa League klar.
  • Nach der Auslosung am Freitag könnte noch ein drittes deutsches Team im Achtelfinale dazukommen.
  • Hier finden Sie alle Ergebnisse der Zwischenrunde.

Der VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen haben das Achtelfinale in der Europa League erreicht. Die Wolfsburger gewannen auch ihr Rückspiel in der Zwischenrunde beim schwedischen Klub Malmö FF mit 3:0 (1:0), das Hinspiel vor einer Woche hatte das Team von Trainer Oliver Glasner 2:1 gewonnen. Wie Leverkusen, das nun beim FC Porto 3:1 (1:0) siegte. Eintracht Frankfurt hingegen braucht Geduld: Die Hessen hatten unfreiwillig spielfrei. Das Zwischenrunden-Rückspiel bei RB Salzburg wurde wegen einer Orkanwarnung auf Freitagabend verschoben.

Josip Brekalo (42. Minute), Yannick Gerhardt (65.) und João Victor (69.) erzielten die Tore für den VfL, der erstmals seit 2016 wieder in der Runde der besten 16 eines europäischen Wettbewerbes steht. Der nächste Gegner wird an diesem Freitag ab 13.00 Uhr bei der Auslosung in Nyon ermittelt.

Lucas Alario (11.), Kerem Demirbay (50.) und Kai Havertz (57.) erzielten die Bayer-Tore vor 30.292 Zuschauern im Estadio do Dragao, Moussa Marega (65.) traf für Porto. Tiquinho Soares sah wegen eines Ellbogenschlags ins Gesicht von Bayer-Verteidiger Jonathan Tah die Rote Karte (85.).

Inter Mailand gewinnt Geisterspiel

So laut wie am späten Donnerstagabend dürfte sich der Stadionsprecher von Inter Mailand noch nie gehört haben: Schließlich war wegen des Coronavirus-Ausbruchs in der Lombardei kein Zuschauer im Stadion. Inter siegte letztlich 2:1 gegen Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien - und erreichte daher locker das Achtelfinale vor leeren Rängen. Auch das Serie-A-Topspiel zwischen Rekordmeister Juventus Turin und Inter Mailand wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie nun definitiv ohne Zuschauer stattfinden.

Raus ist dagegen der FC Arsenal: Mit Nationaltorwart Bernd Leno sowie Mesut Özil und Shkodran Mustafi in der Startelf ist der Klub FC Arsenal überraschend gescheitert. Im Rückspiel der ersten K.o.-Runde verloren die Gunners gegen Olympiakos Piräus vor eigenem Publikum 1:2 (0:1, 0:0) nach Verlängerung, das Hinspiel in Griechenland hatte der Finalist der Vorsaison 1:0 gewonnen. Pape Abou Cisse (53.) und Youseff El Arabi in der 120. Minute schossen die Griechen in die nächste Runde. Kurz vor dem zweiten Gäste-Treffer hatte der Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (113.) mit einem traumhaften Fallrückzieher für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt, der Arsenal für das Weiterkommen gereicht hätte.

Ausgeschieden ist ebenfalls Julian Weigl mit Benfica Lissabon. Der Winterzugang von Borussia Dortmund kam mit seinem neuen Team im heimischen Estadio da Luz gegen Schachtjor Donezk trotz 3:1-Führung nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus. Das erste Duell hatte Schachtjor 2:1 gewonnen.

Leverkusen-Coach Bosz setzt wieder auf Dreierkette

Bayer erwischte einen guten Start in eine wegweisende Woche mit dem Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag bei RB Leipzig und dem Pokal-Viertelfinale am kommenden Mittwoch gegen Union Berlin. Die Leverkusener, die im vergangenen Jahr in der Zwischenrunde an FK Krasnodar gescheitert waren, mussten wackelige erste zehn Minuten überstehen - und dann wie im Hinspiel lange warten. Alarios Tor nach überlegtem Pass von Havertz wurde gründlich vom Video-Assistenten überprüft, ehe die Bayer-Profis jubeln durften.

Trainer Peter Bosz setzte wie im Hinspiel auf eine Dreierkette, von den fünf beim 2:0 gegen den FC Augsburg geschonten Spielern waren Lars Bender, Daley Sinkgraven und Demirbay in die Startelf zurückgekehrt. Charles Aranguiz (Erkältung) und Volland (Syndesmoseriss) fehlten. Leverkusen hielt gegen die teilweise hart einsteigenden Porto-Profis gut dagegen. Die Offensive um Alario, Havertz und Leon Bailey sorgte ohne Stürmer Volland, der wohl für den Rest der Saison ausfallen wird, bis zur Pause zwar nur noch punktuell für Gefahr. Demirbay traf dafür nach aber nach Havertz-Vorlage kurz nach dem Seitenwechsel mit einem satten Linksschuss. Havertz sorgte für die Vorentscheidung nach Vorlage von Diaby.

Im stimmungsvollen, engen und lauten Stadion von Malmö nahm die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner den Kampf direkt zu Beginn an. Glasner hatte trotz des Erfolgs im Hinspiel offensiv aufgestellt, und entsprechend trat sein Team auf: Wolfsburg störte die Malmö-Spieler in der Anfangsphase immer wieder früh im Spielaufbau und suchte den Weg nach vorne. Zwar passierte vor dem Malmö-Tor wenig, doch immerhin hielt Wolfsburg die Gastgeber aus der Heimatstadt von Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic lange vom eigenen Strafraum fern. Ein zu hoch angesetzter Kopfball und ein Versuch aus spitzem Winkel von Marcus Antonsson - mehr hatte die Mannschaft von Trainer Jon Dahl Tomasson in der ersten Hälfte nicht zu bieten.

Weghorst trifft zur Führung in Malmö

Dafür schlug der VfL zu: Brekalo spielte einen Doppelpass mit Mittelstürmer Wout Weghorst und zirkelte den Ball dann platziert in die rechte Ecke. Das Tor zählte wegen einer vermeintlichen Abseitsposition von Weghorst zunächst nicht, wurde nach Einsatz des Videoassistenten dann aber gegeben.

Wolfsburg spielte auch nach der Pause zielstrebiger: Ein strammer Distanzschuss von Maximilian Arnold flog nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei (61.). Gerhardt machte es kurz darauf besser: Nachdem Mehmedi wenige Sekunden zuvor noch an Malmös Torwart Johan Dahlin gescheitert war, schlenzte der 25-Jährige den Ball sehenswert und unhaltbar zur Entscheidung in die linke Ecke. Als João Victor wenig später nach schöner Kombination aus Nahdistanz auf 3:0 erhöhte, war die Partystimmung im Wolfsburger Fanblock perfekt. "Oh, wie ist das schön", sangen die mitgereisten Anhänger.

© SZ.de/sid/dpa/jki
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