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EM-Qualifikation:Wer stürmt neben Kane?

Und im Kampf um die Angriffsplätze an der Seite des Torjägers Harry Kane (Tottenham Hotspur) zeigt nun also Raheem Sterling (Manchester City) den nachdrängenden Himmelsstürmern, was verlangt wird. "Raheem war brillant", sagte Southgate: "Die Anerkennung des Publikums freut mich für ihn. Wir können nicht leugnen, dass er schwierige Momente gehabt hat mit England."

Im Verlauf seiner Laufbahn im Nationalteam, besonders nach der missglückten EM 2016 in Frankreich mit dem Aus gegen Island im Achtelfinale, war Sterling zur Zielscheibe der Kritik geworden. Vor seinen fünf Toren in den jüngsten drei Länderspielen war die Bilanz eher mies: 45 Einsätze in sechseinhalb Jahren, doch nur zwei Treffer, einer gegen Litauen, einer gegen Estland. Weder bei Trainer Roy Hodgson noch anfangs bei Southgate fand Sterling im Nationaltrikot seine Rolle. Ihm fehlte die Reife, um sich in einer unausgeglichenen Mannschaft erfolgreich einbringen zu können. Nach dem Generationswechsel musste Sterling dann auf der ungewohnten Position des zweiten Angreifers neben Kapitän Kane aushelfen.

Erst als Southgate nach der WM in Russland seine Grundordnung auf einen Mittelstürmer und zwei Außenangreifer änderte, fand sich Sterling dort wieder, wo seine Talente am besten zur Entfaltung kommen können - und wo er sich bei Manchester City unter Trainer Pep Guardiola zu einem der gefürchtetsten Schnellangreifer des Planeten entwickelt hat. In Manchester spielte er schon, bevor Guardiola vom FC Bayern kam. Für circa 64 Millionen Euro war Sterling zur Saison 2015/16 dorthin gewechselt.

Nun ist er auch eine zentrale Personalie im Titelkampf der Premier League, der sich auf das Duell Liverpool gegen ManCity zugespitzt hat. Die Aufmerksamkeit nach seinem zweiten Treffer gegen die Tschechen nutzte Sterling für einen Gruß an einen in der Vorwoche an Leukämie verstorbenen Jugendspieler. Auf dem T-Shirt, das er unterm Trikot trug, war ein Foto von ihm mit dem Jungen zu sehen, daneben die Botschaft, dass der Freund in Frieden ruhen möge. Auch dafür hat ihn Wembley bestaunt.

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