Dortmund deklassiert Gladbach Reus macht sein bestes Spiel

Und Marco Reus? Der am meisten beobachtete Dortmunder zeigte, dass er dem BVB auch defensiv helfen kann, was in den bisherigen Partien nur selten zu sehen war. In der Offensive bot er, was ihn schon in Gladbach so wertvoll gemacht hatte: Er wirbelte mit und ohne Ball übers Feld, nahm sich seine Schüsse und kam dann durch einen Spurt von der Mittellinie aus über einen stolpernden Alvaro Dominguez bis in den Strafraum. Mit einem frechen Ball tunnelte er Marc-André ter Stegen zum 1:0 (35.).

Beim zweiten Treffer darf's dann schon ein Fingerzeig sein: Marco Reus' jubelt nach dem 3:0 gegen Gladbach.

(Foto: REUTERS)

Doppeltreffer hatten den BVB in den vergangenen Partien geärgert, diesmal war es der BVB, der nach der Führung sofort erhöhte. Subotic köpfte nach einer Flanke von Blaszczykowski Richtung Gladbacher Tor, ter Stegen versuchte noch, mit der Hand abzuwehren, konnte das 2:0 aber nicht verhindern (40.).

In die Pause gehen konnte die Dortmunder mit einer komfortablen Führung. Allerdings hat das Wort "komfortabel" in den letzten Wochen eine instabile Aura erhalten, hatte doch Frankfurt die Partie gegen den BVB innerhalb von zwei Minuten kurz nach dem Wiederanpfiff mit zwei schnellen Toren gedreht.

Es hieß also, die Konzentration oben zu halten. Bis auf einen gefährlichen Kopfball von Igor de Camargo, den Weidenfeller sicher abwehren konnte (51.), gelang das den Dortmundern auch. Gladbach mühte sich, kam in der Offensive aber zu keinen aufregenden Aktionen und hatte den munteren Tricksereien von Reus und Götze wenig entgegenzusetzen.

Reus marschierte weiter durch die Abwehrreihen und ließ die Partie zu einem Kapitel wie in einem Kitsch-Roman werden: Ausgerechnet im ersten Spiel gegen seinen ehemaligen Klub machte er das bisher beste Spiel für Borussia Dortmund. Mit einem maßgenauen Schuss aus spitzem Winkel gelang ihm sein zweiter Treffer und das 3:0 für den BVB (70.). Nun jubelte Reus doch ein wenig, ein Lächeln huschte über sein Gesicht und er streckte den Zeigefinger in die Höhe. Und von den Fans gab es ordentlich Pipapo: In der 75. Minute wechselte Klopp Reus aus und Sven Bender ein, durch das Dortmunder Stadion hallte ein einziger Reus-Sprechchor.

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Liebesschwüre für Pizarro

Für Gündogan gab es dieses Mal keinen Grund für miese Stimmung: Nach einem Pass von Blaszczykowski kam er im Strafraum frei zum Schuss und netzte ins rechte Eck unhaltbar ein (79.). Gegen zum Schluss resignierende Gladbacher spielte Gündogan dann noch eine schöne Vorlage zu Blaszczykowski, der zum 5:0 (85.) traf. Trösten muss Klopp diesmal sicher niemanden.