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Dortmund besiegt Real Madrid 4:1:Königlicher Albtraum Lewandowski

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An ihn werden sie in Madrid lange zurückdenken: Dortmunds Robert Lewandowski nach Treffer Nummer vier

(Foto: AFP)

Das deutsch-deutsche Finale in der Champions League rückt immer näher: Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski erzielt alle vier Tore beim 4:1-Erfolg über Real Madrid im Halbfinal-Hinspiel. Die Ausgangsposition ist damit fast so gut wie die von Bayern München - die Aufregung um Mario Götze gerät zur Nebensache.

Es gab zwei Fragen, auf deren Beantwortung die Leute besonders neugierig gewesen waren vor dem Champions-League-Halbfinale zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid: Wie würden die Borussen-Fans Mario Götze empfangen? Und: Wie würde er spielen, nach all der Aufregung um seinen tags zuvor bekannt gegebenen Wechsel zum FC Bayern München?

Nun, die erste Frage war früh beantwortet: nicht anders als sonst. Wenn es Unmutsäußerungen gegeben haben sollte im mit 66.000 Zuschauern ausverkauften Stadion, dann gingen sie im allgemeinen, freudigen Grundrauschen unter, welches das Aufwärmen der Borussen-Elf begleitete. Und auch die zweite Frage war bald geklärt: nicht anders als sonst. Wenn Götze nervös gewesen sein sollte von den Nebengeräuschen, die sein 37-Millionen-Euro-Transfer verursacht hatte, dann ließ er es sich nicht anmerken.

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Erst so träge - und dann das: Dortmund nutzt die negative Energie eines nicht gegebenen Elfmeters und des Ausgleichs, um Madrid zu demoralisieren. Die Spieler können ihr Glück kaum glauben, Götze hält sich beim Jubeln im Hintergrund. Die Partie zum Nachlesen im SZ-Liveticker.   Von Jonas Beckenkamp, Michael König und Lisa Sonnabend

Der 20-Jährige spielte allerdings auch nicht die Hauptrolle an diesem Mittwochabend, die übernahm Robert Lewandowski. Der Borussen-Stürmer erzielte alle vier Tore beim 4:1 (1:1)-Sieg, den Hattrick in der zweiten Halbzeit vollendete er innerhalb von 17 Minuten. Dortmund hat damit im Rückspiel am kommenden Dienstag in Madrid eine fast so gute Ausgangsposition, das Finale am 25. Mai in London zu erreichen, wie der FC Bayern am Tag danach beim FC Barcelona. In der Gruppenphase im vergangenen Herbst hatten die Dortmunder im Estadio Santiago Bernabéu von Real immerhin ein Unentschieden geschafft, 2:2.

Die beiden Vereine waren auch in einem Champions-League-Halbfinale schon einmal aufeinander getroffen, das ist allerdings schon 15 Jahre her. Die seinerzeit von Jupp Heynckes trainierten Madrilenen warfen dabei auf dem Weg zu ihrem siebten Pokalgewinn die titelverteidigenden Dortmunder aus dem Wettbewerb. Das Hinspiel, damals in Madrid, geriet zu einem denkwürdigen Ereignis: Das erste Tor fiel bereits eine Minute vor dem geplanten Anpfiff.

Real-Fans waren auf den Schutzzaun geklettert, hatten an ihm gerüttelt und gezerrt, bis er in Richtung der Tribüne einknickte - und das an ihm befestigte Torgestänge mit sich in die Tiefe riss. Bis ein Ersatztor vom Trainingsgelände herbeigeschafft und installiert war, vergingen eineinviertel Stunden, in denen der Fernsehkommentator Marcel Reif zwischenzeitlich seufzte: "Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan."

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Vorne Tormaschine, hinten Verzicht auf Pomade

Auch am Mittwochabend dauerte es nicht lange, bis das erste Tor fiel - nicht einmal acht Minuten nach dem Anpfiff. Götze hatte von links scharf vors Tor geflankt, wo sich Robert Lewandowski weit genug von Reals Innenverteidiger Raphael Varane löste, um den Ball mit der Fußspitze ins Netz zu lenken. Der Stürmer aus Polen hatte bereits eine Minute zuvor eine Chance gehabt.