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DFB-Pokal:Der Elfmeterpunkt und seine Geschichte

Diese Ungenauigkeiten schlichen sich auch ins Offensivspiel des Favoriten ein, der FC Bayern vereitelte sich so die eine oder andere Chance selbst. Mit jeder Flanke näherte sich das Team jedoch dem Bremer Tor eine Fußspitze mehr. Nach einer Hereingabe von Lahm rutschte der Ball zwischen allen durch, vorbei auch an der Sohle von Robert Lewandowski (25.). Für die Führung nutzte der Gastgeber dann ein Element des Fußballs, das er sonst vernachlässigt: eine Standardsituation (nur zur Sicherheit: Dabei handelt es sich um eine Spielsituation, in der der Ball ruht, zum Beispiel an der Eckfahne; daher auch genannt: ruhender Ball).

Der Ball ruhte also vor Xabi Alonso an der Eckfahne, er schoss in schön weit in den Strafraum, und weil Clemens Fritz ausgerutscht war, stand Müller völlig frei, Kopfball, Tor (30.).

"Da brauchst du einen Flugschein, so hoch wie ich da in der Luft stehe", lobte sich Thomas Müller, fügte aber rasch richtig hinzu: "Wir haben sicher schon bessere Spiele gemacht."

DFB-Pokal "Es war eine Schwalbe. Reinmachen muss ich ihn trotzdem"
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Thomas Müller spricht ehrlich über den Elfmeter zum 2:0, Pep Guardiola will noch nicht ans Triple denken. Stimmen zum Bayern-Sieg gegen Bremen.

Werder hält die Aufregung im Spiel

Nach dieser Führung spielte der FC Bayern unaufgeregt weiter, drei Minuten später schoss Müller den Ball unaufgeregt am Pfosten vorbei. Fünf Minuten vor der Pause leistete sich Torwart Manuel Neuer beinahe noch dieses eine schlampige Zuspiel zu viel, er war aus seinem Strafraum herausgekommen, lupfte den Ball über Zlatko Junuzovic - direkt zu Sambou Yatabaré. Dieser jedoch brauchte so lange, dass Neuer schon wieder zurück geeilt war. Er fing den Ball betont unaufgeregt.

Da aber Werder auch in der zweiten Halbzeit weiterhin munter mitspielte, verschwand die Aufregung noch lange nicht aus der Partie. Teilweise hatten die Gäste gar mehr Ballbesitz. Je länger das Spiel dauerte, umso energischer griffen die Bremer an. Nach einer Stunde war Innenverteidiger Jannik Vestergaard bis an den gegnerischen Fünfmeterraum mitgerannt, dort verpasste er eine Flanke nur knapp. Nicht ganz zwei Minuten später lag der Ball dann im Tor von Neuer, David Alaba hatte ihn etwas ungelenkt über den eigenen Torwart getreten. Schiedsrichter Tobias Stieler entschied jedoch, dass Bartels Alaba gefoult habe - eine umstrittene Entscheidung, über die sich aber zumindest die Gastgeber nicht beschweren wollten.

Der FC Bayern spielte in dieser Phase ausgesprochen wirr, das Team schaffte es nicht, etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Fast alle Befreiungsversuche endeten an der Mittellinie. Dann aber spielte Lewandowski den Ball zum eingewechselten Vidal, der ohne klare Berührung von Janek Sternberg im Strafraum abhob, als wolle auch er einen Flugschein erwerben. Trotzdem gab's Elfmeter, ein Fall für Thomas Müller. Er rutschte nicht aus, Tor (72.).

Und schon hat dieser Elfmeterpunkt wieder eine ganz andere Geschichte.