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DFB-Pokal:Dem FC Bayern reicht der Alltagsanzug

Bayern München - Werder Bremen

Jubeltraube in rot: Der FC Bayern zieht ins DFB-Pokal-Finale ein.

(Foto: dpa)

Glanzlos gewinnen die Münchner im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen 2:0 und wahren ihre Chancen aufs Triple. Der Elfmeterpunkt hat nun eine neue Geschichte.

Manchmal hat auch ein Elfmeterpunkt eine Geschichte, zum Beispiel der vor der Südtribüne der Münchner Arena. Ein knappes Jahr ist es her, dass dort die Pokalträume des FC Bayern endeten. Xabi Alonso und Philipp Lahm waren ausgerutscht, Mario Götze war am gegnerischen Torwart gescheitert, Manuel Neuer hatte die Latte getroffen, Dortmund stand im Finale. Und der FC Bayern nicht.

Ein Halbfinal-Abend im April 2016, wieder steht ein Münchner am Elfmeterpunkt vor der Südtribüne. Thomas Müller läuft an, rutscht nicht aus, trifft, zum zweiten Mal an diesem Abend. Der FC Bayern steht im Pokalfinale. Und Werder Bremen nicht.

Der FC Bayern darf also weiterhin davon träumen, ein paar Titel in dieser Spielzeit zu sammeln. Die Meisterschaft haben sie ja schon so gut wie sicher, und nun steht die Mannschaft auch im Pokal-Finale im Mai in Berlin. Dieses Halbfinale war zwar nicht so dramatisch wie das vor einem Jahr gegen Dortmund, nicht so leidenschaftlich, nicht so hochklassig. Aber spannend war es schon, mehr zumindest, als es der 2:0 (1:0)-Endstand andeutet.

Das Spiel des FC Bayern war geprägt von Fehlerchen

Für einen war dieses Halbfinale zudem ein ganz besonderes: für Trainer Pep Guardiola. In diesen Wochen gibt es für ihn in München von allem ein letztes Mal, dieser Dienstagabend war sein letzter Pokalabend in München. Einmal Champions League, zweimal Bundesliga, dann wird er vorerst nicht mehr als Trainer des FC Bayern in die Arena kommen. Dem Anlass entsprechend zog er sich seinen festlich schwarzen Anzug an, der um seine krummen Fußballerbeine festlich kurz geschnitten war. Sah natürlich dennoch gut aus.

Die Aufstellung, die er gewählt hatte, war nicht ganz so festlich, eher einem Alltagsanzug gleichend. Thiago, Douglas Costa und der zuletzt so wichtige Presslufthammer Arturo Vidal saßen auf der Bank. Dafür durfte etwa Mario Götze spielen, anders als zuletzt in den wichtigen Partien. Immer noch eine starke Aufstellung. Wirklich gut sah es zunächst aber nicht aus.

Das Spiel des FC Bayern war geprägt von vielen Fehlerchen. Xabi Alonso schlug ein paar schön weite Bälle, allerdings kamen sie nirgendwo an. Franck Ribéry trickste sich manchmal bei der Ballannahme selbst aus. Genau darauf warteten die Bremer, die anders als zuletzt so der eine oder andere Gegner (unter anderem Bremen selbst erst vor wenigen Wochen in der Liga) durchaus verstanden hatten, dass ein Fußballspiel nur zu gewinnen ist, wenn Fußball gespielt wird. Nach einem schlampigen Pass von Ribéry passte Claudio Pizarro zu Fin Bartels; Lahm rettete mit einer Grätsche im Strafraum (3.).

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