BVB verlängert mit Klopp:Zuletzt als Trainer von Arsenal gehandelt

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Zuletzt handelten ihn britische Medien vor allem als künftigen Trainer von Arsenal oder Manchester United. Erst kürzlich hatte Klopp jedoch in einem Interview in England formuliert, Dortmund sei "das interessanteste Experiment im europäischen Fußball". Schließlich mische man unter lauter Klubs mit, die das zwei- bis dreifache an Gehaltsbudgets zur Verfügung hätten.

Das Gespann aus Vorstandschef Watzke, Trainer Klopp und Sportdirektor Michael Zorc grinste über weite Strecken der Pressekonferenz zufrieden um die Wette. Zorc meinte, dass das gemeinsame "Projekt noch lange nicht am Ende" sei. "Wir sind vielleicht auf halbem Wege." Den Coup hatten Watzke, Zorc und Klopp schon vor einigen Wochen eingeleitet. In der letzten Woche drohte die Nachricht der Vertragsverlängerung bereits durchzusickern. Auch deshalb hatte man sich offenbar zur Verkündung am Mittwoch entschlossen - und wegen des englischen Besuchs.

Vorstandschef Watzke verspricht sich von dem noch einmal verlängerten Deal mit Klopp auch viel Signalwirkung bei den Spielern. Sowohl bei eigenen, umworbenen Stars, wie Marco Reus oder Ilkay Gündogan, als "auch bei Spielern, die wir vielleicht in der Zukunft einmal verpflichten möchten. "Die wissen nun woran sie bei uns sind." Klopp wird als Trainer bei vielen Spielern eine ähnliche Magnetkraft zugeschrieben, wie sie etwa Pep Guardiola in München ausstrahlt.

Klopp schwärmte vor allem von der "Perspektive", die ihm die Borussia und ihre Macher böten. "Wir leben ja leider in Zeiten, in denen viele Menschen nicht auf eine große Jobsicherheit rechnen können. Da ist es, zumal in dieser Branche, wirklich außergewöhnlich, dass wir hier so eine lange Zusammenarbeit zu einem so frühen Zeitpunkt verabreden." Sollte der Vertrag 2018 tatsächlich auslaufen, wäre Klopp zehn Jahre im Amt. "Aber warum sollten wir heute schon über das Ende reden?", stellte der Trainer klar.

Klopp und Watzke berichteten am Rande auch davon, dass man keineswegs immer nur einer Meinung sei, etwa im letzten Sommer, nach dem Verlust von Mario Götze. "Aber am Ende", so Klopp, "kommen bei uns immer sehr gute gemeinsame Entscheidungen heraus."

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