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BVB-Pleite gegen Augsburg:Bobadilla schockt den BVB

Der vormalige Dortmunder Ji, erst in der Winterpause mangels Perspektive vom BVB nach Augsburg gewechselt, hatte auch die erste große Chance des Spiels, als er in der 14. Minute halbwegs frei aufs Tor zulief und den weit herausgerückten Torwart Roman Weidenfeller überlupfte - allerdings auch das Tor.

Die Augsburgern verschafften sich in diesem Duell zweier klassischer 4-2-3-1-Systeme immer wieder Räume, weil die Dortmunder mit großer Leidenschaft nach vorne stürmten. Mit diesem Ansinnen erarbeiteten sich die Gastgeber eine Dominanz, aus der allerdings erst nach 25 Minuten eine Chance hervorging. Ciro Immobile schoss aus halblinker Position scharf vors Tor, wo Aubameyang den Ball zwar über die Linie drückte - dabei allerdings im Abseits stand. So ein Fehlalarm aus 80 000 Kehlen (nur knapp 1000 Fans waren aus Augsburg mitgereist) klingt beeindruckend, die Dortmunder Fans waren aber auch ausgehungert.

Immerhin sahen sie in der ersten Hälfte zwei technisch starke Teams, die sich einen Schlagabtausch lieferten. Vier Minuten dauerte es in der zweiten Halbzeit dann aber nur, ehe die Augsburger die Anhängermassen erbleichen ließen. Halil Altintop nahm sich die Freiheit, mit dem Ball am Fuß durchs komplette Dortmunder Mittelfeld hindurch zu laufen und in den Strafraum einzudringen, wo ihm zwar der Ball von mehreren grätschenden Abwehrspielern (u.a. Hummels, Schmelzer) abspenstig gemacht wurde, von dort aus allerdings auf die rechte Seite zu Raul Bobadilla sprang.

Der Argentinier stand mitten im BVB-Strafraum völlig frei, nahm kurz Maß und drosch den Ball an Weidenfeller vorbei mitten hinein ins Dortmunder Tor. Das Publikum ächzte auf. In der 64. Minute änderten sich die Vorzeichen für Dortmunds Aufholjagd. Augsburgs Janker konnte als letzter Mann den vorbeizischenden Aubameyang nur per Hand aufhalten, was ihm die rote Karte einbrachte. Natürlich wurde das Spiel dann eine klare Angelegenheit, Dortmund drückte, Augsburg erwehrte sich seiner Haut und versuchte, die Führung irgendwie über die Zeit zu bringen.

Die Dortmunder verhaspelten sich aber in Nervosität und kamen kaum noch zu echten Chancen. Es reichte wieder nicht, und diesmal pfiffen die Zuschauer sogar. Am kommenden Samstag spielen die Dortmunder beim Abstiegskonkurrenten in Freiburg.

© SZ vom 05.02.2015/jbe
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