Erik Durm

Joachim Löw hat nach der WM in Brasilien eine Idee gehabt: Erik Durm, so dachte Löw, könne doch sein neuer Linksverteidiger werden. War immerhin bei der WM dabei, der Bursche, hat dort unfallfrei ein Haus im Campo Bahia bewohnt, es war sogar das Haus von Thomas Müller. Dann aber: Verletzte sich Durm. Und als er aus seiner Pause zurückkehrte, besetzte ihn Jürgen Klopp unverschämterweise als Rechtsverteidiger. Das ist natürlich doof für Löw. Gut für Löw aber: Durm kann auch rechts - tauchte als Erster aus dem gelben Nebel auf, den die BVB-Fans übers Stadion gelegt hatten. Bereitete mit schönem Trick Kagawas Flanke vor dem 1:0 vor. Defensiv noch ausbaufähig, aber das gilt auf der linken Seite genauso. Als ihn nach 67 Minuten Lukas Piszczek ersetzte, hatte er einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Für Durm ist die Saison aber noch nicht zu Ende, am 13. Juni wartet noch eine große Herausforderung auf ihn: ein Länderspiel gegen Gibraltar.

Bild: dpa 30. Mai 2015, 22:152015-05-30 22:15:52 © Süddeutsche.de/fued/ska