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2:2 gegen Hertha BSC:Ungemütlicher Abend für die Bayern

Bayern München - Hertha BSC

Im Zweikampf: Thiago (hinten) gegen Herthas Dodi Lukebakio.

(Foto: dpa)
  • Der FC Bayern lässt zum Saisonauftakt die ersten Punkte liegen: Gegen Hertha BSC reicht es nur zu einem 2:2.
  • Die Berliner führen zwischenzeitlich, Robert Lewandowski schafft per Elfmeter immerhin noch den Ausgleich.
  • Hier geht es zur Tabelle der Fußball-Bundesliga.

Die Saison war kurz davor zu beginnen, da sah Joshua Kimmich schon die Meisterschale. Er lief auf sie zu, beim Bundesliga-Eröffnungsspiel ist sie ja auf dem Rasen ausgestellt. Der Rechtsverteidiger des FC Bayern schlug sich dreimal auf die Brust. Als gelte es sich einzustimmen, nun etwas zu beweisen, fast trotzig.

Der FC Bayern hat am Freitag nicht verloren, er hat beim 2:2 (1:2) gegen die Berliner Hertha auch nicht besonders schlecht gespielt. Aber der deutsche Meister hat am ersten Spieltag der 57. Bundesliga-Saison noch nicht bewiesen, die Dominanz der vergangenen Jahre einfach weiter ausstrahlen zu können. Und das passte natürlich zu den vergangenen Wochen.

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Der Eindruck der Saisonvorbereitung war ja eher der gewesen, dass die Münchner nur bedingt bereit sind für diese Saison, in der sie zum achten Mal in Serie am Ende die Schale gewinnen wollen. Es ging lange darum, dass dem deutschen Meister die Verstärkungen fehlen, allen voran Leroy Sané von Manchester City, der nun am Kreuzband verletzt ist, anstatt zum FC Bayern gewechselt zu sein.

Nur ein neuer Spieler steht in der Startaufstellung

Am Freitag deutete sich früh an, dass nach der Leihe von Ivan Perisic von Inter Mailand und Gerüchten über die bevorstehenden Transfers von Mario Mandzukic von Juventus Turin und Michael Cuisance von Borussia Mönchengladbach auch Philippe Coutinho vom FC Barcelona zur Leihe nach München wechseln könnte, ein Spieler der höchsten Kategorie also. Doch am Freitag standen noch mal die Spieler der vergangenen Saison auf dem Platz.

Die Aufstellung der Bayern sah fast so aus, als wäre die vergangene Saison einfach weitergegangen. In Benjamin Pavard stand ein neuer Innenverteidiger anstelle von Jérôme Boateng in der Startelf, ansonsten spielten zehn Fußballer, die auch in der Vorsaison schon da waren. Änderungen waren in Details wahrnehmbar: Niko Kovac ließ eine etwas offensive Variante des 4-3-3-Systems spielen, mit einem statt zwei Sechsern, Thiago begann hinter Corentin Tolisso und Thomas Müller.

Wer die Berliner Startaufstellung sah, der musste sich auch an die vergangene Saison der Bayern erinnert fühlen, an ein 3:3 gegen Düsseldorf im November 2018, das damals die Kritik an Kovac laut werden ließ. Damals schoss Dodi Lukebakio alle drei Tore für den Außenseiter, in der Sommerpause wechselte der Angreifer für 20 Millionen Euro zur Hertha. Und es war noch mal Lukebakio, der mit seinem vierten Tor im zweiten Spiel in der Münchner Arena wieder traf, und damit den Abend für den FC Bayern zu einem ungemütlichen machte.