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FC Bayerns Remis gegen Schalke:Neuer verschätzt sich

Das Fußball gewordene Hütchenspiel muss Manuel Neuer ein wenig kirre gemacht haben, in der 41. Minute lief er in gewohnter Libero-Manier fast bis zum Mittelkreis, spielte den Ball dann aber direkt Kaan Ayhan in die Beine. Der reagierte mit spontanem Heber, allerdings zu spontan für einen gezielten Abschluss. Schalke hatte sich nach den turbulenten Anfangsminuten stabilisiert und selbstbewusster nach vorne gespielt, doch gefährlich wurde es für die Münchner bis zur Pause nicht.

Alonso hatte bis dahin schon bemerkenswert den Spielgestalter gegeben, 90 Prozent seiner Pässe waren angekommen, fast sechs Kilometer hatte er zurückgelegt.

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In der zweiten Hälfte war es den Schalkern recht schnuppe, wer von diesen Münchnern nun vor ihnen stand, sie attackierten sie früh und lauerten auf Fehler - und die Bayern verließen zunehmend die Kräfte. So kam Julian Draxler aus recht aussichtsreicher Position zum Kopfball, nickte aber zu brav in Neuers Richtung (53.), danach tauchte Choupo-Moting im Strafraum auf, konnte aber Boateng nicht überwinden (54.).

Doch es sollte ja noch ein bisschen mehr zu erleben geben in diesem Bundesliga-Debüt von Alonso und so kamen die Schalker tatsächlich noch zum Ausgleich. Ein langer Ball von Sidney Sam landete im Münchner Strafraum, der für Boateng frisch eingewechselte Dante konnte nur noch Richtung Tor abfälschen. Da wartete Alonso zwar mit Scherensprung goldrichtig, doch über ihm bugsierte Benedikt Höwedes den Ball über die Linie. Mit dem Arm, aber unausweichlich, wie Schiedsrichter Marco Fritz befand.

Bei den Münchnern weckte das noch einmal ein paar Lebensgeister, Lewandowski und Shaqiri kamen zu recht ordentlichen Chancen, schlossen aber zu ungefährlich ab. Für Alonso war die Partie nach 68 Minuten beendet - ihn hatten Krämpfe geplagt. Nach dem zackigen Auftakt bei den Bayern eine recht logische Konsequenz. Auch einem Xabi Alonso sind Grenzen gesetzt.