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Bayern-Kapitän spielt wieder rechts:Philipp Lahms nächster Seitenwechsel

Weder Rafinha noch Innenverteidiger Jérôme Boateng konnten beim FC Bayern in dieser Spielzeit auf der rechten Abwehrseite überzeugen. Nun beordert Jupp Heynckes seinen Kapitän Philipp Lahm zurück - und das wird bei den Bayern auch erst mal so bleiben.

Der Brasilianer Rafinha hat seit seinem Dienstantritt in München nicht sonderlich gute Kritiken erhalten, auch der Trainer äußerte sich enttäuscht vom bisherigen Beitrag des Fünf-Millionen-Zugangs. Doch womöglich werden ihm die Münchner noch mal dankbar sein, wobei als wahrscheinlich gilt, dass sie ihm den Dank nicht persönlich aussprächen.

Champions League - FC Bayern München - FC Basel

Plötzlich wieder rechts: Philipp Lahm (rechts) gegen Basels Xherdan Shaqiri.

(Foto: dpa)

Es ist nicht bekannt, wobei sich Rafinha erkältet hat, doch mit seinem jüngsten Infekt hat er der Saison der Bayern unter Umständen eine entscheidende Wendung ermöglicht. Denn wegen seiner Bazillensammlung spielt Philipp Lahm jetzt wieder rechts in der Viererkette statt links. Und das wird nun erst mal so bleiben. Bei Bayern - und vielleicht sogar im Nationalteam, bei der EM.

Seit Willy Sagnols Abschied sind die Bayern auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger. Eine Zeitlang durfte ein gewisser Christian Lell auflaufen. Lahm, der eigentlich rechts bevorzugt, wurde irgendwann auf die Rolle links festgelegt und hat sich der Anordnung nicht widersetzt. Unter Louis van Gaal spielte er dann rechts, diese Saison entschied sich Jupp Heynckes wegen Rafinhas Zukauf für die Rückkehr. Doch weder Rafinha noch Innenverteidiger Jérôme Boateng erwiesen sich als geeignete Partner von Arjen Robben, gerade offensiv vermochten sie ihn nie zu flankieren.

Heynckes kam Lahm in den Sinn.

Neulich in Freiburg (0:0) hat er es zur Halbzeit schon mal probiert: Rafinha raus, Lahm rechts - und David Alaba hinten links. Da Rafinha nun gegen Hoffenheim ausfiel, sprangen Lahm und Alaba erneut ein - und nach dem 7:1 und dem 7:0 über Basel verbietet sich eine Änderung. Denn Lahm harmonierte ideal mit Robben, offensiv war er gefährlich wie selten.

Und die Allzweckwaffe Alaba, 19, den schon van Gaal als Linksverteidiger sah (bis zu einem üblen Fehler in Frankfurt) passt mit seinem Tempo nicht schlecht zu Franck Ribéry. Lahm hat verstanden, er sagt: "So, wie es jetzt aussieht, wird das nun länger so bleiben." Er ergänzt, das sei "so in Ordnung" für ihn.

Gut möglich also, dass sich die Bayern keinen neuen rechten Verteidiger suchen müssen. Eher einen linken.

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Tore, Tore, Tore - auch ohne Robbery und Gomez