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Abschied von Maurizio Sarri:Kuriose Trainer-Rochade bei Chelsea

Europa League Final - Chelsea v Arsenal

Maurizio Sarri gewann mit Chelsea die Europa League.

(Foto: REUTERS)

Beim Europa-League-Gewinner könnte bald ein alter Bekannter Coach werden. Bayern-Chef Rummenigge erklärt seine Kritik an Trainer Kovac. Neuer Job für Xabi Alonso.

FC Chelsea, Trainer: Der italienische Teammanager Maurizio Sarri wird den Europa-League-Sieger FC Chelsea offenbar verlassen. Übereinstimmenden Medienberichten in England und Italien zufolge hat Sarri am Freitag Chelseas Direktorin Marina Granowskaja mitgeteilt, dass er in sein Heimatland zurückkehren will. Der 60-Jährige steht angeblich vor einem Engagement bei Juventus Turin. Laut Gazzetta dello Sport warte Chelsea allerdings noch darauf, dass Vereins-Idol Frank Lampard die Freigabe von seinem bisherigen Klub Derby County bekommt. Zudem gehe es noch um die Ablösesumme für Sarri, dessen Vertrag noch zwei Jahre läuft. Sarri hatte mit Chelsea am vergangenen Mittwoch durch ein 4:1 gegen den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal die Europa League gewonnen. In der Premier League wurde Chelsea Dritter, dennoch ist der Italiener vor allem bei den Fans umstritten. Er galt von Anfang an als Wunschkandidat Juves für die Nachfolge des vor zwei Wochen zurückgetretenen Massimiliano Allegri.

Fußball, Spanien: Der ehemalige Bayern-Profi Xabi Alonso wird in der kommenden Saison sein Debüt als Trainer im Profibereich feiern. Der 37-Jährige übernimmt die zweite Mannschaft des Fußball-Erstligisten Real Sociedad in der dritthöchsten spanischen Spielklasse. Das gab der Klub am Samstag bekannt. Zuletzt hatte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den früheren Mittelfeldspieler gelobt und Alonso perspektivisch als möglichen Bayern-Coach ins Spiel gebracht. Rummenigge adelte den Spanier als "klügsten und besten Strategen, den ich je bei uns im Mittelfeld gesehen habe". Alonso absolviert derzeit seine Trainerausbildung und war zuvor in der Akademie von Real Madrid tätig. Seine aktive Karriere begann der Baske 1999 in der Reserve von Real Sociedad, in der Saison 2002/03 wurde er mit der ersten Mannschaft spanischer Vizemeister.

Fußball, FC Bayern: Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat nach eigener Aussage Trainer Niko Kovac mit der lange Zeit fehlenden öffentlichen Rückendeckung nicht verletzen wollen. "Ich wollte ihm nicht wehtun. Ich wollte nur alle auf unser gemeinsames Ziel fokussieren", sagte Rummenigge in einem Interview dem Nachrichtenmagazin Spiegel und bezog sich auf die Phase nach dem 5:0 im Endspurt der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund. "Ich habe anschließend sehr bewusst öffentlich polarisiert und versucht, durch meine Aussagen einen Kontrapunkt zu setzen. Sowohl der Trainer als auch die Mannschaft sollten begreifen, dass wir noch nichts gewonnen hatten."

Das System FC Bayern basiere auf Erfolg, sagte der 63-Jährige. "Der Erfolg ist Teil unserer Klub-DNA. Diesen Erfolgsdruck haben wir uns selbst auferlegt, und dem muss jeder beim FC Bayern standhalten. Das weiß Niko auch, er war hier bereits als Spieler tätig." Auf die Frage, ob der deutsche Fußball-Rekordmeister definitiv mit Kovac als Trainer in die neue Saison gehe, antwortete Rummenigge: "Ich kenne keinen Verein, der seinen Trainer nach dem Double entlassen hätte." Kovac hat in München einen Vertrag bis zum Sommer 2021.

Tennis, French Open: Rekordsieger Rafael Nadal ist Grand-Slam-Jubilar Roger Federer bei den French Open in das Achtelfinale gefolgt. Der elfmalige Turniersieger von Paris setzte sich am Freitag gegen den Belgier David Goffin mit 6:1, 6:3, 4:6, 6:3 durch und kassierte damit den ersten Satzverlust im Turnier. In den ersten beiden Runden hatte der Tennisprofi aus Spanien die deutschen Qualifikanten Yannick Hanfmann und Yannick Maden bezwungen. Der 37 Jahre alte Federer gewann in seinem 400. Grand-Slam-Match gegen den 17 Jahre jüngeren Norweger Casper Ruud nach 2:11 Stunden 6:3, 6:1, 7:6 (10:8). Federer ist damit der älteste Achtelfinalist in Roland Garros seit 1972.

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