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3. Liga:Kaiserslautern trennt sich von Ehrmann

Gerry Ehrmann

Idol in der Pfalz: Kaiserslauterns Torwarttrainer Gerry Ehrmann.

(Foto: dpa)

Die Trennung vom Torwarttrainer nach zwei Jahrzehnten kommt überraschend. In Italien werden vier Fußballspiele wegen des Coronavirus abgesagt. Francesco Friedrich wird erneut Zweierbob-Weltmeister.

1. FC Kaiserslautern, Ehrmann: Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat sich nach über zwei Jahrzehnten überraschend von Torwarttrainer Gerry Ehrmann getrennt. Dies bestätigten die Pfälzer am Sonntag auf Anfrage. Der 61 Jahre alte Ehrmann stand für den FCK von 1984 bis 1998 selbst zwischen den Pfosten und übernahm dann die Aufgabe als Torwarttrainer. Am Betzenberg formte er unter anderem die Torhüter Roman Weidenfeller, Kevin Trapp und Tim Wiese. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat sich Ehrmann mit dem derzeitigen Lauterer Cheftrainer Boris Schommers überworfen. Die "Bild-Zeitung" hatte zuerst über die Trennung berichtet.

Fußball, Serie A: Die Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens hat zur Absage von vier für Sonntag angesetzten Serie-A-Spielen geführt. Am Sonntagnachmittag sagte der Verband zusätzlich die Begegnung zwischen dem FC Turin und Parma Calcio ab, bereits zuvor wurden die Partien zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua, Atalanta Bergamo und US Sassuolo Calcio sowie Hellas Verona und Cagliari Calcio gestrichen, da alle Sportveranstaltungen in der Lombardei und Venetien abgesagt wurden.

Desweiteren prüft der Verband, Partien ohne Zuschauer auszutragen, um nicht weitere Spiele verlegen zu müssen. Angesichts des dichten Spielkalenders wäre es problematisch, diese nachzuholen, hieß es am Sonntag aus Verbandskreisen. "Wir müssen übertriebene Panikmache, aber auch gefährliche Situationen für die öffentliche Gesundheit vermeiden. Daher haben wir sportliche Veranstaltungen in den Gebieten abgesagt, in denen Infektionen gemeldet wurden", sagte der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora. Damit wollen die Behörden eine noch weitere Verbreitung des Virus eindämmen. In Italien sind mittlerweile 79 Coronavirus-Fälle bestätigt, zwei Menschen sind bislang an den Folgen einer Infektion gestorben.

Leichtathletik, DM: Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat bei den deutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten den nächsten Sieben-Meter-Satz verpasst. Die 26-Jährige von der LG Kurpfalz siegte am Sonntag in Leipzig mit 6,77 Metern. Es war ihr dritter Titel in Serie. Auf Rang zwei landete Maryse Luzolo vom Königsteiner LV mit 6,44 Metern vor Merle Homeier (Göttingen/6,41). Mihambo musste offenbar ihrem Doppel-Start bei den Titelkämpfen Tribut zollen. Sie hatte am Samstag im 60-Meter-Finale in persönlicher Bestzeit von 7,22 Sekunden als Zweite geglänzt. Titelverteidigerin Lisa Marie Kwayie war nur eine Hundertstel schneller als die Weitsprung-Spezialistin.

Mihambo war am 14. Februar in Berlin bereits 7,07 Meter gesprungen. Bei der Freiluft-WM im Oktober in Doha/Katar hatte sie mit 7,50 triumphiert und wurde später zu Deutschlands "Sportlerin des Jahres" gewählt.

Bob, WM: Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich hat bei seiner Heim-WM in Altenberg Zweier-Gold gewonnen und damit Sportgeschichte geschrieben. Der Sachse holte zum sechsten Mal nacheinander den Titel im kleinen Schlitten, eine solche Serie hatte es noch nie gegeben. Die bisherige rund 60 Jahre alte Bestmarke von fünf Erfolgen in Serie stammte vom Italiener Eugenio Monti. Friedrich gewann am Sonntag nach vier Läufen souverän und führte dabei einen deutschen Doppelsieg an. Johannes Lochner (Stuttgart) fuhr auf den zweiten Rang, Friedrichs Oberbärenburger Klubkollege Nico Walther fiel im vierten Lauf noch hinter Europameister Oskars Kibermanis aus Lettland auf Rang vier zurück. Junioren-Weltmeister Richard Oelsner (Oberbärenburg) trug als Fünfter zum sehr starken deutschen Ergebnis auf der Heimbahn bei.

Durch seinen erneuten WM-Triumph im Zweier kann Friedrich am kommenden Wochenende im Viererbob gleich einige weitere Rekorde brechen oder egalisieren: Mit dem nächsten Sieg wäre er dreimal in Folge Doppel-Weltmeister im Zweier und Vierer, das gab es noch nie. Drei Vierer-Triumphe in Serie hat bislang nur Deutschlands Bob-Ikone Andre Lange (2003 bis 2005) eingefahren. Mit dann insgesamt neun WM-Siegen (Zweier und Vierer) würde Friedrich zudem Montis Rekord einstellen.

Biathlon, Antholz: Einen Tag nach der Doping-Razzia in seinem Hotelzimmer hat der russische Biathlon-Weltmeister Alexander Loginow seine Teilnahme am abschließenden WM-Massenstart in Antholz abgesagt. Der 28-Jährige befinde sich "aufgrund der jüngsten Umstände nicht in einem optimalen psychologischen Zustand" für das Rennen, teilte der russische Biathlon-Verband auf Twitter mit.

Die Polizei hatte am frühen Samstagmorgen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bozen unter anderem das Hotelzimmer des ehemaligen russischen Dopingsünders durchsucht. Nur eine Woche zuvor hatte Loginow, der 2014 des Epo-Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt worden war, mit seinem überraschenden WM-Titel im Sprint schon die Gemüter erhitzt. Dazu holte er Bronze in der Verfolgung. Im Staffelrennen führte Loginow das russische Quartett am Samstag nur wenige Stunden nach der Razzia als Schlussläufer auf Rang vier.

Fußball, FC Barcelona: Lionel Messi hat seine längste Torflaute seit sechs Jahren auf die Lionel-Messi-Art beendet und den FC Barcelona acht Tage vor dem Clasico bei Real Madrid an die Tabellenspitze der Primera Division geschossen. Der sechsmalige Weltfußballer erzielte für den spanischen Meister am Samstag beim 5:0 (3:0) gegen SD Eibar einen Hattrick in der ersten Hälfte und legte ein viertes Tor nach.

Barca profitierte zudem vom Patzer des bisherigen Spitzenreiters Real, der am späten Samstagabend mit Nationalspieler Toni Kroos in der Startelf überraschend 0:1 (0:0) bei UD Levante verlor. Real, das am 1. März Gastgeber des Topduells ist, rutschte durch die zweite Saisonniederlage mit 53 Punkten hinter den Erzrivalen aus Barcelona (55).

Slalom, Naeba: Der internationale Skiverband FIS hat den für Sonntag angesetzten Weltcup-Slalom der Männer im japanischen Naeba wetterbedingt abgesagt. Starke Windböen, Schneefall und schlechte Sicht führten zu der Entscheidung der Organisatoren, nachdem der Start zunächst mehrfach verschoben worden war. "Es wäre kein reguläres Rennen. Die Böen sind zu unberechenbar", erklärte Renndirektor Markus Waldner. Wann und wo das Rennen nachgeholt werden soll, wird die FIS noch mitteilen. Aus deutscher Sicht sollten am Sonntag Linus Straßer, Fritz Dopfer, Anton Tremmel, Sebastian Holzmann, David Ketterer und Dominik Stehle an den Start gehen.

Fußball, Serie A: Die Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens hat zur Absage von vier für Sonntag angesetzten Serie-A-Spielen geführt. Am Sonntagnachmittag sagte der Verband zusätzlich die Begegnung zwischen dem FC Turin und Parma Calcio ab, bereits zuvor wurden die Partien zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua, Atalanta Bergamo und US Sassuolo Calcio sowie Hellas Verona und Cagliari Calcio gestrichen, da alle Sportveranstaltungen in der Lombardei und Venetien abgesagt wurden. Damit wollen die Behörden eine noch weitere Verbreitung des Virus eindämmen. In Italien sind mittlerweile 79 Coronavirus-Fälle bestätigt, zwei Menschen sind bislang an den Folgen einer Infektion gestorben.

Darts, Wigan: Der deutsche Teilzeit-Spieler Christian Bunse hat auf der Darts-Tour für eine Überraschung gesorgt: Bei einem der sogenannten "Players Championships"-Turniere bezwang der 25 Jahre alte Sauerländer den Weltranglistenersten Michael van Gerwen mit 6:5 und schaffte gegen den Niederländer den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Bunse, der in der Metallindustrie arbeitet und nebenher Darts spielt, ist im zweiten Jahr mit der sogenannten Tour-Card in der Darts-Szene dabei und erreichte diesmal das Achtelfinale, welches er dann jedoch mit 4:6 gegen Ex-Weltmeister Rob Cross (England) verlor. Der Saarländer Gabriel Clemens kam sogar ins Viertelfinale, verlor dann aber mit 2:6 gegen den Iren Steve Lennon. Den Titel sicherte sich am späten Samstagabend Weltmeister Peter Wright mit einem 8:6-Sieg über den ehemaligen Rugby-Profi Gerwyn Price aus Wales.

Fußball, Paris St. Germain: Thomas Tuchel kämpft beim Dortmunder Champions-League-Gegner Paris St. Germain weiter mit den Eskapaden seiner Stars. Er sei "wirklich überrascht" über Videos, die mehrere seiner Spieler am Donnerstag bestens gelaunt auf einer Geburtstagsparty zeigten, sagte der deutsche Trainer. Zwei Tage zuvor hatte PSG das Achtelfinal-Hinspiel beim BVB 1:2 verloren. "Wir sprechen intern darüber, da können sie sicher sein", sagte Tuchel. "Es war ein freier Tag, es ist ihr Privatleben, ja. Aber sie können sicher sein, dass wir mit diesen Bilder nicht glücklich sind."

© Sz.de/dpa/sid/vit
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