bedeckt München 19°
vgwortpixel

2. Bundesliga:Es geht um "Existenzen" - 1860 spielt verkrampft

Mit den professionellen Leistungen sowohl der Münchner als auch der Duisburger war das am Freitagabend aber so eine Sache gewesen. Bevor sich in der letzten halben Stunde die Ereignisse überschlugen, hatten beide Mannschaften jegliches Zweitliga-Niveau vermissen lassen - allerdings darf man den Druck und die Nervosität nicht vergessen, die Fußballerbeine lähmen.

Nach der Paderborner 0:4-Heimniederlage vor einer Woche gegen Union Berlin war den Ostwestfalen jeglicher Erfolgswille noch abgesprochen worden.Am Freitag gewannen sie durch zwei Tore von Moritz Stoppelkamp mit 2:0 beim FSV Frankfurt. "Scheißdreck", nannte Stoppelkamp die Zweifel der Medien am Willen der Mannschaft. Wie beim Duell der Löwen in Duisburg kamen beim Paderborner Spiel in Frankfurt Fußballästheten nicht auf ihre Kosten. "Das war nicht schön anzuschauen", gab Stoppelkamp zu. Aber um Schönheitspreise geht es im Abstiegskampf nicht, sondern "um Existenzen", wie 1860-Trainer Benno Möhlmann sagte.

2. Bundesliga 1860 bekommt die schnelle Liebe
Neuer Sponsor

1860 bekommt die schnelle Liebe

Nach jahrelangen Experimenten mit Werbepartnern hat der TSV 1860 München endlich einen Sponsor fürs Leben gefunden, der so richtig zu ihm passt: eine Dating-Plattform.   Von Philipp Schneider

Torlinientechnologie hätte Schiedsrichter aus Schusslinie gebracht

In München herrscht nach dem zweifelhaften Gegentreffer, der am Saisonende über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden könnte, auch ein bisschen Wehmut darüber, dass die Zweitligisten vor eineinhalb Jahren anders als die Erstligisten gegen die Torlinientechnologie gestimmt hatten. Diese Technologie hätte Schiedsrichter Siewer am Freitag aus der Schusslinie gebracht. So musste er selbst entscheiden - und wie macht man das am besten: im Zweifel für den Torschützen oder doch eher für den Torwart?

"So gibt es jetzt leider keine Torkamera, kein Beweisfoto: Hier schaut' hin, der Ball war nicht drin", klagte Kreuzer. "Aber hinter der Linie war er nicht, nie und nimmer." Der Sportdirektor stellte sich schützend vor die Mannschaft, er könne "jetzt nicht sagen, du bist einen Kilometer zu wenig gelaufen, und du hast nicht richtig gekämpft. Das ist Wischiwaschi! Gestern hat eine Schiedsrichterentscheidung dem Spiel definitiv eine Wendung gegeben!"

Bei allem Gerede über die Schiedsrichterleistung wies Trainer Möhlmann darauf hin, dass auch Sechzig nicht gerade eine Saisonbestleistung auf den Rasen gezaubert hatte. "Ich hätte schon gedacht, dass wir etwas entschlossener um den Erfolg kämpfen, als wir es tatsächlich getan haben", brummte er.

Paderborns Trainer erwartet "kribbelige Wochen"

Der weiteren Spannung waren die Ereignisse dienlich. "Das werden jetzt kribbelige und nervenaufreibende Wochen", sagte Paderborns Trainer René Müller, und dass der von seinem Team besiegte FSV Frankfurt nach nun acht sieglosen Spielen endgültig drin steckt im Überlebenskampf, das merkt man schon an den Parolen des neuen Trainers Falko Götz: "Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand", sagte er angesichts zweier als Vorsprung verbliebener Pünktchen. Wie man erfolgreich Abstiegskampf betreibe, ist Götz noch gefragt worden und hat geantwortet: "Nerven bewahren."

Wenn das der Schlüssel ist, und wenn man beobachtet hat, wie entnervt die Münchner die letzte halbe Stunde in Duisburg gespielt haben, dann steht es um die Sechziger nicht mehr allzu gut. Am kommenden Sonntag spielen sie daheim gegen Eintracht Braunschweig. Vom SC Paderborn können sie lernen, dass jedes Spiel wieder bei null losgeht und neue Chancen bietet - aber selbst das ist ja nur so eine Floskel, an der man merkt: Der Abstiegskampf in der zweiten Liga ist mitten drin in der heißen Phase.

2. Bundesliga Düsseldorf verharrt im Abstiegskampf

Zweite Bundesliga

Düsseldorf verharrt im Abstiegskampf

Fortuna verliert die Zweitligapartie bei Greuther Fürth. Union gewinnt gegen Heidenheim. Und Kaiserslautern ist nach dem Sieg in Bielefeld alle Abstiegssorgen los.