Reiseziele und Währungen:Ungarn - 315 Forint für einen Euro

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Die ungarische Nationalhymne ist so traurig, dass die meisten Ungarn beim Singen des Himnusz melancholisch werden, wie sie selbstironisch sagen. Beim Betreten ungarischer Geschäfte ergeht es Touristen womöglich ähnlich, denn die Preise in den Geschäften sind oft erstaunlich hoch. Sicher: Manches ist günstiger zu haben als in Deutschland. Brot etwa, jenseits der Supermärkte auch Obst und Gemüse. Und Genussmittel wie Zigaretten und der Unicum-Schnaps sowieso. Ansonsten aber gerät der Einkauf schnell zu einer unerfreulichen Geschichte, für Touristen spätestens beim Blick auf den Kontoauszug.

Stand da früher meist noch ein Umrechnungskurs von weniger als 300 Forint pro Euro, hat sich der Forint nun oberhalb dieser Marke etabliert. Derzeit gibt es für einen Euro etwa 315 Forint - die Währung hat sich abgeschwächt. Die Abwertung wirkt kontrolliert, als würde die Notenbank auf einen schwächeren Forint hinarbeiten, um die Wirtschaft zu stärken. Das ist einfach: Monat für Monat werden die Zinsen zurückgenommen. Genauso macht es die ungarische Zentralbank, die die Leitzinsen nunmehr auf fast zwei Prozent gedrückt hat.

Von Hans von der Hagen

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