Schmäh, Wiener

Die einen lieben ihn, die anderen können damit nichts anfangen: Der Wiener Schmäh ist für viele anfangs gewöhnungsbedürftig. Dunkel ist er, selbstironisch, fein, aber oft auch irgendwie makaber. Selbst heiklere Themen wie der Tod werden hier mit einer gewissen Leichtigkeit und einem kleinen Augenzwinkern angesprochen. Wenn Sie noch nicht allzu vertraut mit dem Wiener Schmäh sind (also noch nicht so gut wie eingebürgert), versuchen Sie sich lieber nicht selbst daran. Gerade bei dieser speziellen Art von Humor vergreift man sich als Anfänger schnell im Ton. Oscar-Gewinner Christoph Waltz versuchte bei US-Talkmaster Conan O'Brien, den Unterschied zwischen deutschem und österreichischem Humor zu erklären (die Deutschen kamen dabei weniger gut weg).

Im Bild: Droschkenfahrer 1927 beim Skat beziehungsweise "Fiaker beim Tarokieren", wie der Wiener auf einen Blick erkennt

Bild: SCHERL 14. März 2013, 11:242013-03-14 11:24:00 © Süddeutsche.de/cag/bavo