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Naturkatastrophen:Die Erde beruhigt sich - was nun?

Das GFZ rät unter anderem:

  • Den Anweisungen des Katastrophendienstes folgen, wenn möglich Erste Hilfe leisten und anderen beistehen.
  • Beschädigte Gebäude nicht allein betreten, bevor Behörden dies erlauben.
  • Möglichst selten und kurz telefonieren, um die Leitungen nicht zu überlasten.
  • Nur in Notfällen mit dem Auto fahren. Es ist davon auszugehen, dass Straßen schnell gesperrt oder verstopft sind. Wenn Fahrzeuge stehengelassen werden, dann mit steckendem Zündschlüssel und unabgesperrt.
  • Auf Hygiene achten wegen der Gefahr ansteckender Krankheiten.
  • Strand- und Küstengebiete wegen Tsunamigefahr meiden.
  • Im außereuropäischen Ausland wenn möglich an Sammelplätzen mit anderen Reisenden eine Gruppe bilden, Informationen zu allen Personen zusammenstellen und versuchen, Kontakt mit einer europäischen Botschaft aufzunehmen.

Diese und weitere detaillierte Tipps für den Ernstfall hat das GFZ hier in einem Merkblatt zusammengestellt.

Können Urlauber ihre Reise stornieren oder abbrechen?

Erdbeben fallen natürlich unter höhere Gewalt, die weder Veranstalter noch Tourist vorhersehen können. Wer nach der Katastrophe gar nicht erst anreisen möchte, darf daher kostenfrei stornieren. Allerdings muss die Reise genau in die Erdbebenregion führen und der Urlaub erheblich beeinträchtigt sein. Entscheidend ist immer die Lage vor Ort - und nicht die Angst des Urlaubers oder die zu optimistische Einschätzung des fernen Veranstalters.

Will dieser etwa eine geplante Rundreise fortsetzen, kann aber einige Ziele gar nicht erreichen, darf der Urlauber wegen dieses Mangels Geld zurückverlangen. Wenn sich der Tourist fern des Erdbebengebiets aufhält, kann er den Reisevertrag allerdings nicht einfach auflösen - er könnte ja seinen Urlaub wie geplant fortsetzen, ein mulmiges Gefühl reicht eben nicht.

Wer aber tatsächlich in einer Region ist, die von Naturkatastrophen wie auch Tsunamis oder Wirbelstürmen getroffen wurde, darf die Reise kündigen. Und selbst wenn die Infrastruktur nicht zerstört sein sollte, besteht bei Erdbeben stets die Gefahr von Nachbeben.

Der Veranstalter muss einen Transport organisieren - Zusatzkosten etwa für den Rückflug teilt er sich dann mit dem Touristen. Für die Urlaubszeit vor der Katastrophe, die der Kunde ja wie gewünscht verbringen konnte, zahlt dieser; für den Rest der Reise bekommt er sein Geld zurück.

© SZ.de/dpa/ihe/kaeb/cat
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