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Hesselberg:Auf den höchsten Berg von Mittelfranken

Vollkommen isoliert ragt der Hesselberg aus der Ebene auf. Ein behäbiger Rücken, dem man seine Höhe von unten gar nicht ansieht.

Auf der Rundtour, die abschnittsweise dem Hesselbergpfad folgt, erfährt man auf Informationstafeln allerlei Interessantes über Natur, Geschichte und Geologie des Berges, der wegen seiner vielfältigen Pflanzenwelt und den ausgedehnten Trockenrasen unter Landschaftsschutz steht.

Hesselberg

Auf dem Hesselberg bei Gerolfingen, Mittelfranken, vor der Kulisse des Wörnitztals.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Besuchermagnet ist jedes Jahr die Hesselbergmesse, die traditionell am ersten Sonntag im Juli auf der Osterwiese anlässlich des Besuchs des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm und seiner Gemahlin Luise im Jahr 1803 gefeiert wird.

Ein angenehmes Bergauf unter einer Lindenallee

In Röckingen folgt man erst der Oberen Dorfstraße, um kurz darauf in den Hesselbergweg (Markierung Nr. 10 und 12) abzuzweigen. Bei einer Weggabelung nimmt man die linke Straße, auf der man am Ende einen Feldweg erreicht (300 Meter, rechts im Gebüsch Wegweiser "Hesselberg, Lindenallee, Volkshochschule" mit Markierung Nr. 12).

Den von Hecken gesäumten Weg leicht bergauf ans Ende des Weges (1,1 Kilometer), kurz rechts und gleich wieder links über die mit Obstbäumen bestandenen Wiesen zu einem kleinen Kiesparkplatz. Dem Wegweiser "Osterwiese, Gipfel" folgend durch die traumhafte Lindenallee steil bergauf zu den bereits vom Tal aus sichtbaren Trockenrasenhängen und bei einer Wegkreuzung (Wegweiser "Erlebnis Hesselberg") weiter auf die Hochfläche ("Osterwiese").

Aussichtsreiches Wiesenplateau

Oben führt ein Wiesenweg (Wegweiser "Gipfel") am Rand des Plateaus zum Parkplatz mit Info-Pavillon, und nach einem letzten kurzen Anstieg steht man auf dem Ehinger Berg (689 Mater), der höchsten Erhebung des Hesselbergs, komplett mit Gipfelkreuz und Gipfelbuch.

Bei gutem Wetter ist die Aussicht grandios und reicht im Süden bis zum Nördlinger Ries, laut Prospekt sogar bis zu den Alpen, doch das hat garantiert Seltenheitswert.

Reste ehemaliger Befestigungsanlagen sind übrigens heute noch in Form eines vier Kilometer langen, vorgeschichtlichen, flachen Walls zu erkennen, der einst das gesamte Plateau zwischen Osterwiese und den westlichen Erhebungen einschloss.

Auf dem "Geologischen Lehrpfad" geht es über den Rücken in westlicher Richtung bergab zu einem Aussichtspunkt mit Unterstand und Panoramatafel und weiter über Stufen zu einer Wegkreuzung.

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