Tierwelt in Costa RicaAbhängen und abtauchen

Die Artenvielfalt in Costa Rica ist enorm. Doch manche Tiere sind nachtaktiv oder verstecken sich.

Der Rotaugenlaubfrosch

Der Rotlaugenlaubfrosch ist das Gesicht des Landes. Mit seinen roten Augen guckt er einen an - gefühlt immer und überall. Von den Titeln der Reiseführer, auf Postkarten, Kaffeetassen, Schlüsselanhängern und T-Shirts. Und jetzt auch noch von diesem Blatt im Regenwald. In echt. Aus dem Dunkeln heraus. Beleuchtet nur vom Strahl einer Taschenlampe. Grünes Tier, rote Augen, orangene Knubbelfinger und blaue Flanken, in denen helle Streifen blitzen. Feuriger kann man als kleines Tier nicht aussehen. Oder noch giftiger. Der meistgezeigte Frosch zählt zu den Pfeilgiftfröschen. Seine Haut ist toxisch, allerdings nur so stark, dass er Hautkrankheiten abwehren kann. Rund 140 Froscharten soll es in Costa Rica geben - mit einer überraschenden Vielfalt an Farben und Formen. "Sei kein Frosch" - das würde man in Costa Rica nie sagen. Oft wird sogar behauptet, der Rotaugenlaubfrosch sei das Nationaltier, was nicht stimmt. Diese Ehre gebührt einem Hirsch, auch wenn das uns europäischen Touristen viel zu unexotisch erscheint.

Bild: mauritius 25. Oktober 2018, 15:182018-10-25 15:18:00 © SZ vom 25.10.2018/edi